Hauptversammlung des DAV 2010 – Zwischenbericht zum ersten Tag in Osnabrück

Liebe Berg- und Outdoorfreunde,

pünktlich um 14 Uhr eröffnete Präsident Ludwig Wucherpfennig die Hauptversammlung des Deutschen Alpenvereins in Osnabrück. Rund 600 Delegierte aus den Sektionen waren in die OsnabrückHalle gekommen, um über wichtige Themen für den Verein zu beraten, zu diskutieren und zu entscheiden. Nach dem Rücktritt von DAV-Präsident Prof. Röhle im Juli wurde die Hauptversammlung mit einiger Spannung erwartet. Tatsächlich entspann sich auch gleich am ersten Nachmittag der Versammlung eine sehr emotional geführte Debatte – mit konstruktivem Ausgang: Die Hauptversammlung beschloss, eine Projektgruppe einzusetzen, die die grundsätzliche Zielsetzung und die Strukturen des DAV eingehend überprüfen und gegebenenfalls Änderungsvorschläge machen soll.

Lockerer Einstieg
Zu Beginn richteten Hartmut Möllring, Finanzminister des Landes Niedersachsen, Walter Schneeloch, Vizepräsident des Deutschen Olympischen Sportbundes und Klaus-Jürgen Gran, Erster Vorsitzender der DAV-Sektion Osnabrück, ihre Grußworte an die Hauptversammlung. Mit einer launigen Rede begrüßte auch der Osnabrücker Oberbürgermeister Boris Pistorius den Deutschen Alpenverein in seiner Stadt. Dr. Fritz Brickwedde, Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt, stellte den Delegierten einige Projekte der Stiftung vor. Sein Fokus richtete sich auf die Förderinitiative zur umweltgerechten Ver- und Entsorgung ausgewählter Berg- und Schutzhütten, in deren Rahmen viele DAV-Projekte gefördert wurden und werden. Den Abschluss des ersten Tagungsblocks machten mehrere Ehrungen. Anton Vogg, Bereitschaftsleiter bei der Bergwacht Grainau, wurde mit dem Grünen Kreuz für außergewöhnliche Leistungen bei der Bergwacht ausgezeichnet. Für ihr 100-jähriges Bestehen wurden sieben Sektionen geehrt: die Akademische Sektion München, der Alpinclub Berlin und die Sektio-nen Bochum, Günzburg, Kattowitz, Lichtenfels und Mülheim a. d. Ruhr.

Die Debatte nimmt schnell Fahrt auf
Der nächste Programmpunkt sah vor, dass Präsident Ludwig Wucherpfennig, Vizepräsident Ulrich Kühnl, Verbandsratsmitglied Sebastian Balaresque und Hauptgeschäftsführer Thomas Urban zur aktuellen Situation in den Führungsgremien des DAV Stellung nehmen. Im Anschluss daran ergriffen zahlreiche Delegierte das Wort; es entspann sich rasch eine sehr emotional geführte Debatte. Dennoch gelang es unter der Diskussionsleitung von Ludwig Wucherpfennig und Thomas Urban, die lebhafte Debatte in konstruktive Bahnen zu lenken und zukunftsweisende Entscheidungen zu treffen. Schließlich beschloss die Hauptversammlung, eine Projektgruppe einzurichten, die das Leitbild des DAV überprüfen und Verbesserungsvorschläge machen soll. Das aktuelle Leitbild wurde auf der Hauptversammlung 2001 in Duisburg verabschiedet. Es ist die Handlungsgrundlage für alle Ebenen des DAV – in struktureller und inhaltlicher Hinsicht.

Das Programm am Samstag
Die Hauptversammlung geht am morgigen Samstag, 30. Oktober, in die zweite Runde. Dann stehen viele wichtige Entscheidungen an. Satzungsgemäß wird ein neuer Präsidenten oder eine neue Präsidentin gewählt, nachdem Ludwig Wucherpfennig dieses Amt nur vorübergehend übernommen hatte. Auch Vizepräsident Ulrich Kühnl wird sein Amt zur Verfügung stellen. Außerdem wird die Hauptversammlung über die Eckpunkte neuer Richtlinien zur Förderung von Hütten und Wegen beraten. Schließlich werden sich die Delegierten damit auseinandersetzen, welche Auswirkungen es hätte, wenn Sportklettern Olympische Programmsportart werden würde. Die Hauptversammlung endet am Samstagabend.

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Weitere Infos finden Sie hier:

www.alpenverein.de

Quelle: Deutscher Alpenverein

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