Schlafsäcke – Wie finde ich den richtigen Schlafsack?

Schlafsäcke –

Wie finde ich den richtigen Schlafsack?

Wer einen Trekkingurlaub mit Zeltübernachtungen plant, kommt um einen Schlafsack nicht herum. Ein hochwertiger Schlafsack mit guter Wärmedämmung ist ein unentbehrlicher Begleiter, wenn nachts in höheren Berglagen die Temperaturen unter null Grad Celsius sinken. Der Handel bietet ein großes Sortiment an verschiedenen Schlafsackmodellen, die je unterschiedliche Vor- und Nachteile aufweisen.

Pixabay.com - Mann im Schlafsack

Foto: Pixabay.com

 

Der Kauf eines Schlafsacks sollte daher gut überlegt sein – erstes Kriterium ist die Schlafsackform, die in den drei Kategorien Deckenschlafsäcke, Eiförmige Schlafsäcke und Mumienschlafsäcke unterschieden wird.

– Ein Deckenschlafsack lässt sich komplett öffnen und ist für Touren im Sommer geeignet
– Schlafsäcke in Eiform bieten durch ihren Schnitt im Knie- und Schulterbereich viel Platz
– Mumienschlafsäcke sind hingegen genau an die Anatomie des Menschen angepasst

Jago24.de - Mumienschlafsack

Mumienschlafsack in schwarz – Foto: www.jago24.de

 

Die europäische Norm EN 13537
Seit 2005 wird von der Europäischen Union die Norm EN 13537 für Schlafsäcke vorgeschrieben. Diese definiert Temperaturbereiche für die die jeweiligen Schlafsäcke verschiedener Hersteller, um eine bessere Vergleichbarkeit zu gewährleisten. Wer die Nachttemperaturen am Urlaubsort kennt, kann mithilfe dieser EN-Bewertungen den perfekten Schlafsack für seine Bergtour wählen. Die Europäische Union differenziert drei EN-Temperaturbereiche:

– Komforttemperatur (Bereich in dem eine durchschnittliche Frau, 25 Jahre, 60 kg, 1,60 m, nicht friert)
– Grenztemperatur (Bereich in dem ein durchschnittlicher Mann, 25 Jahre, 70 kg, 1,73 m, nicht friert)
– Extremtemperatur (Bereich, in dem eine durchschnittliche Frau bei Minimaltemperatur sechs Stunden schlafen kann, ohne an Unterkühlung zu sterben)

Valandre - Bloody Mary

Daunenschlafsack von Valandre – Foto: Valandre

 

Das Material: Daunen oder Kunstfaser?
Bei der Herstellung von Schlafsäcken werden vorwiegend zwei Materialien verwendet: Zum einen Daunen und zum anderen Kunstfaser. Beide Materialien haben Vor- und Nachteile. Daunen sind strapazierfähiger, leichter und regulieren selbst bei Extremwerten sehr gut die Temperatur. Kunstfaser hingegen garantiert schnelleres Trocknen und ist in der Anschaffung deutlich günstiger.

Beim Außenmaterial werden die folgenden Materialien bei der Herstellung genutzt:

– Nylon (geringstes Gewicht)
– Polyester (angenehmer Stoff)
– Microfasergewebe (wasserabweisend)

Tipps für die richtige „Pflege“ des Schlafsacks
Wichtig ist es, den Schlafsack vor Feuchtigkeit zu schützen – eine wasserdichte Plastiktüte schafft hier Abhilfe. Während der Nacht sollten Camper zudem lange Unterwäsche tragen, da Schweiß (wir verlieren bis zu einem halben Liter Flüssigkeit beim Schlafen) schnell in den Stoff des Schlafsacks eindringen kann. Da ein Schlafsack nicht unbedingt gewaschen werden sollte, ist es weiterhin wichtig, ihn so oft wie möglich zu lüften.

Quelle: Jago24.de

Schöne Bergtouren Team

About Schöne Bergtouren Team