Wandern mit Kindern – Tipps für tolle Familientouren…

Wandern mit Kindern –

Tipps für tolle Familientouren…

Ein Familienurlaub, egal ob am Meer oder in den Bergen, will gut geplant sein. Insbesondere wenn Eltern ihren Schützlingen Lust auf das Wandern machen möchten, sollte der Wanderurlaub auf die Bedürfnisse der Kleinsten abzielen und ihre körperlichen Fähigkeiten berücksichtigen. Zu lange oder auch zu schwierige Touren entwickeln sich sonst schnell zur Belastungsprobe und der Spaß am Wandern geht nach nur wenigen Stunden verloren. Dabei gibt es einige Details, die Eltern vor der Familienwanderung berücksichtigen können, um sich selbst und ihren Kindern einen spannenden Tag zu ermöglichen.

Jo Zeitler Fotografie - Wandern mit Antje, Fisch und Tim

Foto: Jo Zeitler | Fotografie  www.jozeitler.de

 

Welche Strecke schafft mein Kind?

Der wichtigste Punkt bei der Planung einer Wanderung gemeinsam mit den Kindern ist die Auswahl einer geeigneten Strecke. Da Kinder bis zu einem Alter von etwa zehn Jahren noch nicht so sicher auf den Beinen sind wie Erwachsene, sollten die Wanderwege und Steige stets gut abgesichert und möglichst eben sein. Extreme Steigungen, steil abfallende Hänge und unbefestigte Wege erhöhen sonst das Verletzungsrisiko. Gut tun Eltern daran, einen Wanderweg auszuwählen, dessen Schwierigkeit zwischen “einfach” und “mittel” liegt und als familienfreundlich gekennzeichnet ist. Was die Länge der Strecke betrifft, gibt es eine Faustformel, der sich Eltern kurzerhand bedienen können. Kinder bis zu einem Alter von sechs Jahren schaffen etwa das Doppelte ihres Alters in Kilometern, ältere Kinder nur noch das Eineinhalbfache. Ein vierjähriges Kind kann daher durchaus auf eine etwa acht Kilometer lange Wanderung mitgenommen werden, während ein neunjähriges nur knapp 13,5 Kilometer schafft. Wer sich an diese Regel hält, wird das eigene Kind nicht überfordern und hat bei der Planung des nächsten Wanderurlaubs gute Chancen auf vorfreudigen Jubel.

Auch sollte eine Wanderung mit Kindern nicht allzu lange dauern. Der Grundsatz, dass Erwachsene eine Entfernung von vier Kilometern beziehungsweise 400 Höhenmetern in knapp einer Stunde ohne Pause hinter sich bringen können, trifft nicht auf Kinder zu. Hier sollten die Werte bei der Berechnung der Wanderdauer verdoppelt werden. So benötigt eine Familie für eine vier Kilometer lange Wanderung mit 200 Höhenmetern etwa drei Stunden. Diese Berechnung berücksichtigt bereits kleinere Pausen und Stopps, die Kinder häufiger brauchen. Wer sich bei der Planung der Tour auf Streckenlänge und Wanderdauer konzentriert und dabei eine kindgerechte Route auswählt, erleichtert die Tagesplanung deutlich. So fällt es leichter, den Start- und Endzeitpunkt recht genau zu definieren, um rechtzeitig vor Einbruch der Dunkelheit oder zum Abendessen wieder zurück zu kommen.

Jo Zeitler Fotografie - Wandern im Elbsandsteingebirge

Foto: Jo Zeitler | Fotografie  www.jozeitler.de

 

Das Equipment für die Familienwanderung

Eine Wanderung ohne passende Ausrüstung ist schon für Erwachsene nicht zu empfehlen. Daher sollten Eltern bei Wanderungen mit ihren Kindern nicht auf die wichtigsten Dinge verzichten und diese gerecht auf die Rucksäcke der Familie aufteilen. Oft ist es Kindern wichtig, einen eigenen Rucksack zu tragen. Um den kindlichen Rücken nicht zu stark zu belasten, können leichtere Dinge wie die Wanderkarte, Taschentücher oder Kekse in den Rucksack der Kinder gepackt werden, während die Eltern Getränke und Essen transportieren. Zur Grundausstattung beim Wandern gehört jedoch nicht nur Verpflegung. Eltern sollten daher außerdem Dinge wie

• Erste-Hilfe Utensilien (Pflaster, Mückenspray, Wundsalbe),
• Feuchte Tücher,
• Wechselkleidung,
• und Sonnenschutz

nicht vergessen.

Die Kleidung der Kinder sollte außerdem dem aktiven Stil eines Wandertages entsprechen. Robuste und atmungsaktive Hosen und Oberteile, eine Funktionsjacke und auch Mütze oder Sonnenhut dürfen nicht fehlen. Besonders wichtig sind auch Wanderschuhe, die am besten schon vor dem Urlaub besorgt und eingelaufen werden. Dass campz.de für Wanderungen in eher unwegsamer Umgebung knöchelhohe Schuhe empfiehlt, ist ein wichtiger Hinweis. Etwas höher geschnittene Wanderschuhe geben dem Fuß mehr Halt und schützen vor Verletzungen beim Umknicken oder Stolpern. Wanderschuhe für Kinder sollten daher im besten Fall knöchelhohe Modelle sein, um kleine Unsicherheiten beim Gehen oder Rennen auszugleichen. Bei der Auswahl der Schuhe für Kinder gelten dann die üblichen Empfehlungen für den Wanderschuhkauf.

Hiking-Blog - Kind wandert am Berg

Foto: www.hiking-blog.de

 

Tricks gegen Langeweile beim Wandern

Nur selten können sich Kinder für schöne Panoramen und lange Waldwege so sehr begeistern wie ihre Eltern. Sie wünschen sich vor allem Abwechslung und sind bei eher eintönigen Wanderwegen schnell gelangweilt. Für Eltern wird eine solche Tour schnell zur nervlichen Zerreißprobe, denn auch sie können die Natur nicht mehr genießen, wenn die eigenen Kinder quengeln und das Ende der Wanderung herbeisehnen.

Es lohnt sich daher, Wanderwege auszuwählen, die durch ein möglichst abwechslungsreiches Terrain führen. Kommt die Familie auf ihrer Wanderung an Seen, Wiesen, Flüssen und Bächen vorüber, haben Kinder immer wieder Neues zu entdecken. Gleiches gilt auf Wandertouren mit Erlebnischarakter. Viele Urlaubsregionen haben die besonderen Bedürfnisse von Kindern längst erkannt und bieten Wege an, die mit kleinen Stationen, Schildern und Rätseln für Unterhaltung sorgen. Gerade mit Kindern, die schnell gelangweilt sind, kann ein solcher Weg ein Segen sein.

Hiking-Blog - Kinder am Jenbach

Foto: www.hiking-blog.de

 

Und kommt dennoch zwischendurch etwas Langeweile auf, vertreiben Wanderspiele diese im Handumdrehen. Gemeinsames Singen, Hüpfspiele oder auch ein kleiner Wettlauf sind Möglichkeiten, den eigenen Kindern während einer Wanderung ein kurzweiliges Programm zu bieten. Weitere Spiele hat auch kidsaway.de zusammengefasst.

Quellen: www.jozeitler.de / www.hiking-blog.de / campz.de / kidsaway.de

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