Schlafsäcke

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Worauf sollte ich beim Schlafen auf Tour achten?


Hier einige Hinweise, damit sie nachts auf einer schönen Zelttour nicht mehr frieren müssen und so die Tour komplett genießen können.

Richtige Unterlage:
Wenn Sie nachts frieren, muss das nicht unbedingt am Schlafsack liegen. Ebenso wichtig ist eine gute Isomatte. Selbstaufblasende Isomatten mit durchgestanzten Schaum sind nur etwas für Temperaturen über 0° C.

Unebenheiten:
Bleibt der Zeltplatz trotz Ausgleichsmaßnahmen (z.B. Kuhlen mit Laub, Reisig auffüllen) eine Buckelpiste, oder ist er stark abschüssig? Dann unterlegen Sie die Isomatte an den störenden Stellen mit Bekleidung, Packsäcken und dem Rucksack, bis eine möglichst ebene Fläche entsteht.

Aufgewärmt Schlafen gehen:
Ein Schlafsack wärmt nicht aktiv, sondern isoliert/speichert die Wärme nur. Steigen Sie kalt und frierend ein, wird Ihnen kalt bleiben. Vor dem Schlafen gehen sollten sich etwas bewegen (Laufen, Liegestütze, Kniegbeugen), einen heißen Tee oder eine heiße Suppe trinken, oder sie legen eine Flasche/Gefäß mit warmen Wasser in ihren Schlafsack, so das dieser vorgwärmt ist.

Länge anpassen:
Haben die Zehen im Schlafsackfußteil mehr als zehn Zentimeter Platz, weil der Schlafsack zu lang ist, drohen kalte füße. Abhilfe schafft man, indem man das Fußteil mit Bekleidung ausfüllt oder so weit nach innen stopft, bis die Länge ganz genau passt.

Schlafsack schließen:
Wird es draußen Nachts sehr kalt, dann sollten Sie sich lange Unterwäsche  und dicke Socken anziehen. Den Schlafsack richtig schließen (auch den Wärmekragen falls vorhanden ist) und nur bis auf ein Atemloch offen lassen. Über den Kopf verliert der Körper bis zu 30% Wärme. Falls Sie an Klaustrophobie leiden, dann setzen Sie eine Mütze beim Schlafen auf und ziehen die Kapuze des Schlafsackes locker drüber.

Gründlich lüften:
In der Regel gibt ein Schläfer über Nacht mehrere hundert Mililiter Feuchtigkeit ab. Ein Großteil davon bleibt im Schlafsack. Deswegen muss er morgens gründlich gelüftet werden. Das gilt auch für Kunstfaserschlafsäcke, die allerdings mehr als doppelt so schnell trocknen wie Daunenschlafsäcke.

Trocken verpacken:
Nur ein trockener Schlafsack isoliert gut. Deshalb müssen Sie den Schlafsack im Rucksack wasserdicht verpacken, zum Beispiel in wasserdichte Kompressionssäcke.

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Wozu braucht man einen VBL (Vapour Barrier Liner) auf Tour?


Ein VBL ist eine Dampfsperre, also ein luftdichtes Schlafsackinlett. Es verhindert das Körperfeuchtigkeit über Nacht in die Schlafsackfüllung dringt und so zu Isolationsverlust führt. Notwendig ist ein VBL auf Wintertouren mit Zelt, da es hier kaum Trockenmöglichkeiten für Schlafsäcke gibt. Vorallem Daunenschlafsäcke verlieren hier schnell ihre Isolationskraft. Es ist hört sich schlimmer an, als es sich darin tatsächlich liegt. Aufgrund der hohen Feuchtigkeit reduziert der Körper die Schweißproduktion und es ist nur etwas klamm.

Schlafsack für Nächte ohne Zelt


Schlafsäcke für Biwaknächte unter freiem Himmel müssen in erster Linie eine stark wasserabweisende Außenhülle besitzen. Sie schützt die empfindliche Füllung vor Feuchtigkeit und Tau. Perfekt sind Modelle, die über eine regendichte, aber wasserdurchlässige Haut verfügen. Sie halten im Notfall auch mal einen Schauer ab. Außerdem sollte der Schlafsack wärmer sein als ein Modell für Zelttouren, da er Windbewegungen ausgesetzt ist.

Was bringen Schlafsäcke mit Stretchnähten?


Elastische Nähte auf der Innenseite eines Schlafsackes sind sinnvoll. So kann die innere Hülle köpernah geschnitten werden, ohne dass der Schlafsack einengt. Das minimiert kalte Stellen und verringert den Wärmeverlust durch Luftbewegung. Vor allem bei Kunstfaserschlafsäcken ist das ein Vorteil, da sie nicht so anschmiegsam sind wie Daunenschlafsäcke. Kommen die Stretchnähte auch auf der Außenseite zum Einsatz, schmälern sie bei Daunenschlafsäcken spürbar die Isolation, da die Nähte die FÜllung stark zusammendrücken.

Mit Daunenschlafsack in Regengebieten auf Zelttour?


Daunenschlafsäcke reagieren empfindlich auf Feuchtigkeit. Nass in einen kleinen Packsack gestopft, verlieren Daunen dramatisch an Isolationskraft und können sogar dauerhaft Schaden nehmen. Ein Daunenschlafsack sollte deshalb nur dann mit auf Nordlandtour, wenn dort die Möglichkeit besteht, ihn bei Bedarf zu trocknen (z.B. in einer beheizten Hütte). Wichtig ist es den Daunenschlafsack morgens 1-2 Stunden lang zulüften. Bei Trockenheit am besten außerhalb des Zelts, regnet es, packen Sie den Schlafsack griffbereit in den Rucksack und lüften ihn unterwegs, beim nächsten Sonnenloch.

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Falls Sie weitere Tipps & Tricks kennen oder Sie denken das etwas falsch ist, dann hinterlassen Sie doch Bitte einen Kommentar! Man lernt schließlich nie aus! ;-)