Schuhe

Alles zum Thema Schuhe…

Auf was Sie beim Kauf achten sollten


Timing:
Nehmen Sie sich für die Anprobe viel Zeit. Gehen Sie nachmittags oder abends ins Geschäft, da die Füße tagsüber dicker werden.

Ausmessen:
Lassen Sie die Größe Ihrer Füße messen: Sie wachsen im Lauf der Jahre. Vorsicht: Je nach Hersteller fallen Schuhe unterschiedlich groß aus.

Socken:
Ziehen Sie zur Anprobe die Trekkingsocken an, die Sie später auf Tour tragen werden. Finger weg von Socken aus reiner Baumwolle.

Warmlaufen:
Laufen Sie mit den Schuhen im Laden herum: Erst beim Warmlaufen werden Sie so geschmeidig, dass Sie die Passform beurteilen können.

Passform:
Achten Sie auf einen bombenfesten Fersensitz, die Zehen hingegen müssen nach allen seiten Luft haebn – auch beim Bergabgehen. Sonst sollte der Schuh überall sauber anliegen. Im Zweifelsfall kauft man die Schuhe aber lieber einen Tick zu weit (halbe Nummer größer) und zieht dickere Socken an.

Sie entscheiden!
Nur ihre Füße wissen, ob der Schuh wirklich passt. Probieren Sie verschiedene Modelle unterschiedlicher Hersteller und entscheiden Sie sich für den Schuh, der sich am bequemsten anfühlt.

_______________________________________________

Das sollten Sie wissen


Zehenbox:
Die Zehenbox sollte ihren Zehen nach oben, zu den Seiten und nach vorne Luft bieten. Gehen Sie im Geschäft auf einer schrägen Fläche “bergab” und stellen Sie sich auf die Zehenspitzen. Auch dann dürfen Ihre Zehen nirgends anstoßen. Eine Gummikappe schützt vor Abrieb.

Sohle:
Outdoor-Schuhe brauchen eine griffige Sohle mit ausgeprägtem Profil. Die Dämpfung und Steifigkeit hängt vom Einsatzbereich ab: Hikingschuhe sind flexibel und gut gedämpft; Trekking- und Alpinstiefel härter.

Wetterschutzrand:
Der aufgezogene Gummirand schützt den unteren Bereich wirkungsvoll vor Feuchtigkeit und Abrieb durch Steine und Geröll. Nachteil: An dieser Stelle entweicht keine Feuchtigkeit aus dem Schuh.

Schnürung:
Die Schnürung übernimmt die Feinstellung der Passform. Achten Sie auf genügend Spielraum, damit Sie den Schuh je nach Bedarf lockerer oder fester schnüren können. Bei festen Stiefeln verbessern Sie den Halt, wenn Sie sie nach wenigen Minuten unterwegs nachschnüren.

Fersenhalt:
Achten Sie vor allem auf einen guten Fersensitz: Die Ferse darf weder nach oben noch zu den seiten Spiel haben, sonst gibt es später Blasen oder druckstellen, unter Umständen knickt der Fuß schneller um. Sehr feste Stiefel mit gutem Fersensitz müssen Sie ausgiebig einlaufen.

Volumen:
Das richtige Innenvolumen beeinflusst den Tragekomfort enorm: Zu enge Treter drücken und behindern die Blutzirkulation, so dass der Fuß einschläft. Ist der Schuh zu geräumig, haben Sie zu wenig Halt und rutschen herum.

Schaft:
Der Schaft hat zwei Aufgaben: Zum einen soll er den Fuß stützen, zum anderen verhindert er, dass Wasser und Schmutz eindringen. Je steiler und gerölliger das Gelände, desto fester und höher sollte der Schaft sein. Auf befestigten, flachen Wanderwegen hingegen genügt ein Halbschuh.

_______________________________________________

Nun einige Hinweise zu den einzelnen Schuhtypen und wofür man sie am besten einsetzt.

Hiking-Schuhe


Einsatzbereich:
Tageswanderungen auf einfachen, befestigten Wanderwegen im Flachland, Reisen und täglicher Gebrauch.

Schuhtyp:
Low-Cut Modelle (Halbschuhe) mit sehr gut gedämpfter, nicht sonderlich steifer Sohle mit griffigen Profil. Das Obermaterial besteht aus Leder oder einem Mix aus Leder und Synthetik. Für den Einsatz bei jedem Wetter sollten Letztere ein wasserdichtes, atmungsaktives Futter wie Gore-Tex haben.

Hikingschuhe - Hanwag Performance

Hikingschuhe z.B. der Hanwag Performance - Foto: Hanwag

_______________________________________________

Leichte Wanderstiefel


Einsatzbereich:
Tageswanderungen im hügeligen Gelände, auch abseits befestigter Wege, Reisen und Alltag.

Schuhtyp:
Vom Aufbau und den verwendeten Obermaterialien her sind Leicht-Wanderstiefel mit den Hikingschuhen vergleichbar, sie haben aber einen knöchelhohen schaft und bietten deshalb mehr Halt im weglosen Gelände. Auch die Sohle fällt unter Umständen einen Tick steifer aus.

Leichter Wanderstiefel - Hanwag Banks GTX

Leichter Wanderstiefel z.B. der Hanwag Banks GTX - Foto: Hanwag

_______________________________________________

Wanderstiefel


Einsatzbereich:
Tageswanderungen im Mittelgebirge oder Voralpenland; auch für wegloses, steiniges Gelände geeignet.

Schuhtyp:
Wanderstiefel stützen durch den festeren und höheren Schaft besser als die knöchelhohen Leicht-Wanderstiefel. Außerdem ist die Sohle vom Aufbau steifer, so dass Steine und Wurzeln nicht so schnell durchdrücken. Das Obermaterial besteht meist aus Leder.

Wanderstiefel - Hanwag Atlas GTX

Wanderstiefel z.B. der Hanwag Atlas GTX - Foto: Hanwag

_______________________________________________

Trekkingstiefel


Einsatzbereich:
Wanderungen im Gebirge ohne Gletscherüberquerung oder Trekkingtouren, auch abseits fester Wege.

Schuhtyp:
Modelle mit sehr festem, stabilen Schaft, der den Fuß im weglosen Gelände und mit vollen Rucksack stützt. Sehr steife, nicht so stark gedämpfte Sohle, um die Trittsicherheit zu erhöhen. Achten Sie für Trekking-Einsätze auch bei Lederstiefeln auf ein Gore-Tex-Futter, dann trocknen sie schneller.

Trekkingstiefel - Hanwag - Alaska GTX

Trekkingstiefel z.B. der Hanwag Alaska GTX - Foto: Hanwag

_______________________________________________

Alpinstiefel


Einsatzbereich:
Bergwanderungen mit Gletscherüberquerungen, Hochtouren in Fels und Eis, Eiskletterrouten.

Schuhtyp:
Extrem steife Sohle mit weig Dämpfung, so dass Steigeisen montiert werden können. Je nach Einsatzbereich ist der Schaft weicher oder fester: In schwierigen Kletterstellen verbessert ein weicherer Schuh die Trittsicherheit, ein festes Modell beitet dafür mehr Halt. Oft extra gefütter damit die Füße warm bleiben.

Alpinstiefel - Hanwag - Super Friction GTX

Alpinstiefel z.B. der Hanwag Super Friction GTX - Foto: Hanwag

_______________________________________________

Falls Sie weitere Tipps & Tricks kennen oder Sie denken das etwas falsch ist, dann hinterlassen Sie doch Bitte einen Kommentar! Man lernt schließlich nie aus! 😉

(letzte Aktualisierung: 22.05.2010)

About the Author

Schöne Bergtouren Team