Bergwelten – “Das Uschba-Mädl”…

Bergwelten –

“Das Uschba-Mädl”…

Am 01. Juni 2016 (Mittwoch) kommt um 21:15 Uhr in ServusTV aus der Dokumentationsreihe “Bergwelten“ die Dokumentation “Das Uschba-Mädl”. Die 1878 in Innsbruck geborene Cenzi von Ficker zählte vor dem Ersten Weltkrieg zu den anerkanntesten und mutigsten Bergsteigerinnen. Zur weltweiten alpinen Berühmtheit wurde sie unter ihrem Spitznamen “Uschba-Mädl“.

Bergwelten - Das Uschba Maedl

Der Uschba (4.737m Höhe) – Foto: ServusTV / Lukas Furtenbach

 

Denn die Courage der Tirolerin beeindruckte den Fürsten Dadeschkeliani von Swanetien (im heutigen Georgien) derart, dass er Cenzi 1903 seinen höchsten Berg widmete: den 4.737 Meter hohen Uschba im Großen Kaukasus, der damals als einer der schwierigsten Berg der Welt galt und heute punkto Schwierigkeitsgrad oft mit dem Matterhorn verglichen wird.

Für die packende Bergwelten-Doku “Das Uschba-Mädl” begibt sich eine andere österreichische Ausnahme-Alpinistin auf Spurensuche. Die Osttiroler Bergführerin und Allroundkletterin Lisi Steurer klettert am Uschba die Route von Cenzi nach und erfährt dabei jede Menge Spannendes über das Leben des Uschba-Mädels.

Bergwelten - Das Uschba Maedl

Der Uschba (4.737m Höhe) – Foto: ServusTV / Lukas Furtenbach

 

Cenzi von Ficker stammt aus einer Innsbrucker Gelehrtenfamilie, ihr Bruder Heinrich nimmt das talentierte Mädchen schon früh auf schwierige Touren mit. Als erste Frau bezwingt sie auf Schiern den Großvenediger und bewältigt zahlreiche Erstbesteigungen.

1903 nimmt sie an einer Kaukasus-Expedition teil. Das große Ziel, den schwierigen Südgipfel des Uschba zu erklimmen, gelingt der Gruppe nicht. Zwei Gefährten, darunter ihr Bruder, verletzen sich schwer. Cenzi hilft maßgeblich, um den Verletzten das Leben zu retten und sie zurück ins Hochlager zu bringen. Eine Heldentat, die auch den georgischen Fürsten massiv beeindruckte.

Bergwelten - Das Uschba Maedl

Foto: ServusTV / Lukas Furtenbach

 

Die “Uschba-Mädl“-Urkunde aus dem Jahr 1903 ist übrigens noch heute im Archiv des Deutschen Alpenvereins in München zu finden. Darin schrieb der georgische Adelige: “Ich, Fürst Tatarchan Dadeschkeliani, schenke heute dem Fräulein Cenzi von Ficker aus Innsbruck, als Eigentum den Berg Uschba.

Dramatisch verläuft auch Cenzis weiteres Leben. 1937 verunglückt der älteste Sohn im Hochschwab-Gebiet tödlich, wenig später stirbt auch ihr Mann. Die beiden anderen Söhne fallen im 2. Weltkrieg. Um der Einsamkeit zu entfliehen, zieht sie ins Karwendelhaus und hilft den dortigen Hütten-Betreibern bei der Bewirtschaftung.

Bergwelten - Das Uschba Maedl

Foto: ServusTV / Lukas Furtenbach

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Dokumentation

Quelle: Servus TV

Schöne Bergtouren Team

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