EOFT 11/12 – European Outdoor Film Tour – Trailer, Termine, Programm, Infos…

EOFT 11/12 – European Outdoor Film Tour –

Trailer, Termine, Programm, Infos…

Es ist bald soweit. Die European Outdoor Film Tour 11/12 startet in den nächsten Wochen. Sie balancieren barfuß in 4000 Metern Höhe über eine wacklige Highline, erklimmen im frühen Morgengrauen den Gipfel eines Achttausenders und setzen freiwillig für ihre dreimonatige Arktis-Expedition eine ordentliche Portion Hüftspeck an. Sie frieren. Sie haben Angst. Sie erleben Glücksmomente. Sie haben es nicht anders gewollt: die Helden der European Outdoor Film Tour (E.O.F.T.) 11/12 sind hart im Nehmen.

Das zweistündige Filmprogramm des größten Filmevents der europäischen Outdoor-Community zeigt auch in diesem Jahr, dass Leidenschaft und Leiden oft Hand in Hand gehen, ganz egal ob auf Skitour, beim Bergsteigen, Klettern, Mountainbiken oder Freeriden. Limits pushen, Grenzen erfahren – in der E.O.F.T. tut das jeder Extremsportler auf seine ganz eigene Art und Weise. Das rund zweistündige Filmprogramm ist in jedem Jahr von Oktober bis Dezember durch Europa unterwegs: neben Deutschland, Österreich und der Schweiz stehen auch Italien (seit 2006), die Niederlande (2007), Belgien (2009), Frankreich (2011) und Luxembourg (2011) auf dem Tourplan.

EOFT 11/12 - European Outdoor Film Tour

Foto: E.O.F.T.

 

Die “Baffin Babes” wandern auf Skiern 80 Tage lang durch die Eiswüste Baffin Islands. Die schneidende Kälte fährt ihnen ins Gesicht und Eisbären kreuzen ihren Weg, doch die vier jungen Frauen trotzen sämtlichen Gefahren mit geradezu arktischer Coolness. In “Cold” gelingt den Extrembergsteigern Simone Moro, Denis Urubko und Cory Richard die erste Besteigung des Gasherbrum II im Winter – bei Temperaturen von Minus 40 Grad! – und sie überleben beim Abstieg sogar einen Lawinenabgang. Hendri Coetzee, Chris Korbulic und Ben Stookesbury wagen sich mit dem Kajak zum ersten Mal auf den Luguka River (“Kadoma“) und eine Gruppe Franzosen setzt beim Highlining neue Akzente: “This Must Be The One” zeigt ihren Balanceakt in luftiger Höhe, sowohl im Mont-Blanc-Massiv als auch zwischen Pariser Wolkenkratzern. Nach “Being There” werdet Ihr nur noch in Norwegen Skifahren wollen und dank “Life Cycle” nie wieder unbedacht beim Radfahren in die Pedale treten. Ebenso wie der Ausnahme-Mountainbikefilm eröffnet auch “The Majestic Plastic Bag“, ein Kurzfilm über das Leben einer ganz gewöhnlichen Plastiktüte, völlig neue Perspektiven. In “A Female Tale” wachsen die beiden jungen Boulderinnen Anna Stöhr und Juliane Wurm über sich hinaus, als sie unter Anleitung der amerikanischen Kletterlegende Lynn Hill zum ersten Mal das Rissklettern ausprobieren. Und zu guter Letzt verrät uns Kameramann Mickey Smith warum er eigentlich so gerne Surffilme dreht (“Dark Side of the Lens“). Vom 8. Oktober bis Mitte Dezember ist die E.O.F.T. 11/12 in Europa unterwegs. Über 150 Termine in acht Ländern stehen auf dem Programm.

_______________________________________________

Programm – Die einzelnen Filme im Überblick:

A Female Tale (Klettern)

20 Min, USA/Deutschland 2011

Der Film
Beim Bouldern macht Anna Stöhr (seit dem 17. Juli 2011 Weltmeisterin im Bouldern) und Juliane Wurm (Drittplatzierte) kaum einer etwas vor, doch als sich die beiden erfolgreichen Wettkampfkletterinnen zum ersten Mal in der hohen Kunst des Risskletterns versuchen, müssen sie noch einmal ganz von vorn anfangen. Denn Rissklettern erfordert eine besondere Technik, die erst einmal gelernt sein will. Zum Glück haben Juliane und Anna die beste Lehrmeisterin gefunden, die man sich vorstellen kann. Die amerikanische Kletterlegende Lynn Hill zeigt ihnen wie man seine Hände und Füße am besten zwischen den Felsspalten verkeilt um sich Stück für Stück nach oben zu arbeiten. Am Castleton Tower in Utah treffen zwei Generationen aufeinander: auf der einen Seite Lynn Hill, die bereits die “Nose” frei geklettert ist, bevor Juliane und Anna überhaupt laufen gelernt hatten, und auf der anderen Seite die beiden jungen Wettkampfboulderinnen, die so gut wie keine Erfahrung im traditionellen Klettern besitzen.

Klettern ist nicht gleich Klettern
Technisch gesehen können sie an ausgesetzten Stellen zwar mit lässigen Zügen auftrumpfen, doch gegen Lynns jahrelanger Erfahrung im Rissklettern kommen Juliane und Anna nicht an. Zwischen Wettkampfbouldern an künstlichen Kletterwänden und traditionellem Rissklettern liegen eben Welten. Beim Rissklettern sind die Routen nicht vorgebohrt, das heißt alle Sicherungen müssen selber gelegt werden. Bouldern dagegen ist Klettern in Absprunghöhe, ohne Seil und Sicherung. Nur ein sogenanntes Crashpad, eine dicke Schaumstoffmatte, liegt am Boden und federt den Sturz des Sportlers ab.

Überwindung
Vor allem Juliane kostet es große Überwindung, sich voll und ganz auf die selbstgelegten Sicherungen zu verlassen. Auch wenn Lynn, die immer vorsteigt, das Sichern im Schlaf beherrscht. Kein Wunder, wenn man die meiste Zeit in der Kletterhalle trainiert und nun sein Leben einem kleinen Sicherungsgerät anvertrauen soll, das sich bei Bedarf zwischen den Felsspalten verklemmt. Doch sie nutzt die Reise in die USA um eine neue Art des Kletterns kennenzulernen. Auf so manche Erfahrung hätte sie im Rückblick allerdings gerne verzichtet:

Es hat gewittert, als wir oben auf dem Tower ankamen, und wir haben uns alle sehr gegruselt. Das Dumme war, dass die Kommunikation schlecht war, es war ja total windig. Wir haben uns alle nicht mehr gehört. Die Filmer und die ganze Kameracrew war schon oben, wir standen noch eine Seillänge darunter und haben gerufen: “Sollen wir jetzt noch hoch? Sollen wir jetzt noch hoch?” Und die haben uns nur den Daumen hoch gehalten. Dann sind wir einfach losgeklettert.

 

A Female Tale - Das Gewitter zieht auf

Das Gewitter zieht auf… Foto: E.O.F.T.

_______________________________________________

Baffin Babes (Expedition)

20 Min, Kanada/Norwegen 2010

4 Frauen. 80 Tage auf Baffin Island. 1200 Kilometer mit Skiern und Pulkas. 400 Kilo Gepäck – davon 35 Kilo Schokolade. Expedition. Die Baffin Babes legen in 80 Tagen 1200 Kilometer auf Skiern zurück und beweisen in der arktischen Eiswüste, dass auch Frauen ziemlich hart im Nehmen sind!

Joggen und Schokoladenverbot sind das Höchstmaß an Quälerei, das sich die meisten Frauen zumuten, um die ersehnte Bikinifigur für den Strandurlaub zu bekommen. Reif für die Insel sind die Baffin Babes auch. Doch auf die Bikinifigur können Vera und Emma Simonsson, Ingebjørg Tollefsen und Kristin Folsland Olsen verzichten. Ihr Reiseziel ist Baffin Island im hohen Norden Kanadas. Drei Bekleidungsschichten sind hier am Polarkreis mindestens nötig um die Eiseskälte abzuwehren. Und das bei 24 Stunden Sonnenschein am Tag!

“Train to get fit and eat to get fat!”

In 80 Tagen wollen die Baffin Babes die 1200 Kilometer von Qikiqtarjuaq bis Pond Inlet mit Skiern und Pulkas zurücklegen. Um fit genug für diesen Extremtrip zu sein, absolvieren die vier Frauen im Vorfeld ein umfangreiches Trainingsprogramm, stapfen zum Beispiel stundenlang mit einer voll gepackten Pulka im Schlepptau durch den Tiefschnee oder ziehen einen Traktorreifen hinter sich her. Die gute Nachricht: Hungern muss niemand! Stattdessen gibt es Chips und Schokolade satt. Bei einer Expedition durch die arktische Eiswüste kann ein kleines Fettpolster auf den Hüften jedenfalls nicht schaden.

Im Reich der Eisbären
Nach einem Jahr Vorbereitung geht es im März 2009 endlich los. Und von Anfang an läuft nicht alles so wie es eigentlich geplant war. Ohne zwei Wachhunde wollen sich die Baffin Babes nicht aufs Eis wagen. Verständlich, denn sie begeben sich direkt ins Jagdgebiet der Eisbären. Es ist aber gar nicht so einfach jemanden zu finden, der ihnen zwei Hunde verkaufen möchte. Doch am Ende hat Kristin Erfolg und kehrt mit Buck (“Den kannst Du haben. Er ist zwar auf einem Auge blind, aber sehr stark und erfahren!“) und Anu (“Sie hat noch nie einen Schlitten gezogen, aber Du kannst es auf einen Versuch ankommen lassen!“) zu den anderen Babes zurück.

Die Pulkas sind bis zum Rand gepackt. Ungefähr 400 Kilo Gepäck braucht man für 80 Tage auf dem Eis. Gerecht verteilt auf 4 Pulkas macht das 100 Kilo für jeden. Unter den Nahrungsmittelvorräten, die zum größten Teil aus gefriergetrockneten Fertigmahlzeiten bestehen und nur noch mit heißem Wasser aufgegossen werden müssen, befinden sich auch 35 Kilo Schokolade. Insgesamt 92 Liter Benzin fallen ebenfalls stark ins Gewicht. Doch wie sonst sollte man hier draußen den Schnee zum Schmelzen bringen?

Wir sind unterwegs. Endlich! Aber die strenge Kälte ist eine ständige Herausforderung. Um uns warm zu halten tragen wir drei Lagen Skiunterwäsche und ziehen unsere gestrickten Fingerhandschuhe niemals aus. Und jeden Tag treffen wir auf frische Eisbärenspuren. Im Geiste habe ich schon sämtliche Varianten von Eisbärbegegnungen durchgespielt, aber ich bin mir nicht sicher, wie ich im Ernstfall reagieren würde.” (aus Veras Tagebuch)

Auch wenn es schwierig ist sich bei Tage im Packeis zu orientieren und Eisbären zu erspähen, so lauert die eigentliche Gefahr doch in der Nacht. Damit wenigstens drei von vier Baffin Babes ruhig schlafen können, halten sie abwechselnd Eisbärenwache. Das Gewehr liegt stets griffbereit und sollten Buck und Anu Alarm schlagen, wird der Bär mit einem Warnschuss in die Flucht geschlagen. Zumindest in der Theorie…

Eiszapfen im Schlafsack
Man macht sich keine Vorstellung davon, wie kalt kalt sein kann. Morgens ist es am schlimmsten, wenn man wieder aus dem warmen Schlafsack herauskriechen muss. Doch nach einigen Tagen auf Tour wachsen die Eiszapfen sogar schon in Emmas Schlafsack – obwohl seine vierlagige Konstruktion genau das verhindern sollte. Um die Blutzirkulation wieder in Gang zu bringen, lassen die Baffin Babes jeden Morgen Arme und Beine kreisen – gerne auch zu den Klängen von Missy Elliot. Denn Bewegung ist das Einzige, das gegen das Taubheitsgefühl in Fingern und Zehenspitzen etwas ausrichten kann.

Was unter keinen Umständen kalt werden darf, wird an einem ganz besonderen Platz verstaut: im BH. Immerhin ein Vorteil, den die Baffin Babes gegenüber ihren männlichen Abenteurerkollegen haben. Die Pumpe für den Benzinkanister ist ein solches Utensil. Unscheinbar und klein, doch sollte sie spröde werden und kaputt gehen, steht das Mittagessen auf dem Spiel. Die Pumpe teilt sich das begehrte warme Plätzchen übrigens mit Batterien, Kontaktlinsen und einem iPod. Und manchmal wünschen sich die Baffin Babes, sie könnten selber dort hineinkriechen.

Leben in der Seifenblase
Die Tage sind lang auf Baffin Island. Oft ist es viel zu kalt zum Reden, dann hängen Vera, Emma, Ingebjørg und Kristin ihren eigenen Gedanken nach. Was gerade draußen in der Welt geschieht, geht an ihnen vorbei: Bombenangriffe in Afghanistan, Schweinegrippe in Mexiko. Auf Expedition ist das alles unerheblich. Die Baffin Babes befinden sich in ihrem eigenen kleinen Universum und genießen die Stille, die Einsamkeit und die Freiheit – obwohl die Schuhe drücken, der eisige Wind durch Mark und Bein fährt und die Angst vor den Eisbären jeden Schritt begleitet.

80 Tage ohne Dusche und Toilette sind vielleicht nicht jedermanns Sache, aber für die Baffin Babes ist das Fehlen sanitärer Anlagen kein Grund nicht auf Tour zu gehen und – wenn auch nur für knappe drei Monate – “auszusteigen”, sich zu verausgaben und dabei trotzdem neue Kräfte zu sammeln. Reduziert auf die drei Konstanten Essen, Schlafen und Gehen ist das Leben hier draußen gefährlicher und einfacher zugleich. Es wird getan, was getan werden muss, denn die Konsequenzen sind lebensbedrohlich.

Auf dem Rückflug überqueren wir die Strecke, für die wir mit Skiern 80 Tage gebraucht haben, in nur zwei Stunden. Von oben sieht das alles so klein aus. Aber in meiner Erinnerung ist es immer noch groß und unendlich. Erst als ich in Göteborg in den Bus steige, wird mir bewusst, wie weit wir von der Zivilisation, ihrem Tempo und dem pulsierenden Leben entfernt waren. Ich muss austreten und für den Bruchteil einer Sekunde denke ich daran einfach die Hosen runter zu lassen. Ich finde eine Toilette, doch die Benutzung kostet zehn Kronen. Geld habe ich keines dabei, den Code für meine Bankkarte und mein Handy habe ich vergessen. Mir ist, als ob ich mich in Zeitlupe bewege, während alles andere um mich herum in Höchstgeschwindigkeit vorbeisaust.
(aus Emmas Tagebuch)

 

Baffin Babes

Vera Simonsson, Ingebjorg Tollefsen, Emma Simonsson, Kristin Folsland Olsen – Foto: E.O.F.T.

_______________________________________________

Dark Side of the Lens (Surfen)

25 Min, Ireland 2011

Für mich besteht die Welt aus Winkeln und perspektivischen Linien. Wenn ich den Kopf drehe oder auch nur blinzle, dann erlebe ich kleine zauberhafte Momente, die an andere Menschen spurlos vorüberziehen. Kameras helfen mir dabei zu verstehen und zu deuten, was ich sehe.
(Mickey Smith)

Eine Welle stehen zu können ist die eine Sache. Eine Welle filmen zu können ist etwas ganz anderes. Vor allem dann, wenn man sich selbst im Wasser befindet. Je größer die Welle ist, desto spektakulärer sind auch die Bilder – doch wie entstehen diese Aufnahmen eigentlich? In Dark Side of the Lens gewährt uns Kameramann und Fotograf Mickey Smith einen Blick durch seinen Sucher und lässt uns die Welt mit seinen Augen sehen. Er hat seinen Beruf mit Bedacht gewählt, kann sich nichts Schöneres vorstellen als im kalten Wasser zu paddeln, die Surfer zu beobachten und im richtigen Moment auf den Auslöser zu drücken. In der rauen See vor der irischen Küste filmt und fotografiert er am liebsten. Er mag das Spiel mit den Elementen, die Einsamkeit, das Gefühl den Moment zu leben und ist sich sicher am Ende reicher zu sein als manch anderer – wenn auch nicht in materieller Hinsicht.

 

Dark Side of the Lens

Foto: E.O.F.T.

_______________________________________________

The Majestic Plastic Bag (Mockumentary)

4 Min, USA 2011

Die Plastiktüte gehört zu den widerstandsfähigsten Kreaturen auf unserem Planeten. Sie ist nahezu unverwüstlich, sie fliegt wie ein Vogel und schwimmt wie ein Fisch. Und wenn wir sie lassen, entwickelt sie ein erstaunliches Eigenleben. Die Mockumentary The Majestic Plastic Bag zeigt uns was geschieht, wenn sie als Verpackungsutensil ausgedient hat. Die Tüte macht sich auf den Weg zu ihrem eigentlichen Bestimmungsort: dem großen Müllstrudel im pazifischen Ozean, und weder die Müllabfuhr noch bissige Yorkshire Terrier können sie davon abhalten.

The Great Pacific Garbage Patch
Die größte Mülldeponie der Welt liegt mitten im Pazifischen Ozean. Geschätzt 3 Millionen Tonnen Kunststoff treiben hier auf einer Fläche, die etwa viermal so groß ist wie Deutschland. Kunststoff ist nicht biologisch abbaubar, sondern zerfällt durch Sonneneinstrahlung und Reibung einfach in immer kleinere Teile. Im pazifischen Müllstrudel schwimmen inzwischen 64x mehr Plastikteilchen als Plankton. Kein Wunder, dass die Fische den Müll mit ihrem natürlichen Nahrungsmittel verwechseln. Ein Problem, das uns alle angeht, denn über die Nahrungskette landet der Plastikmüll letztendlich auch auf unserem Teller.

_______________________________________________

Cold (Expedition)

18 Min, USA/Pakistan 2011

Als mich die ersten Sonnenstrahlen begrüßen – nicht mit Wärme, aber immerhin mit Licht – fühle ich mich wieder lebendig. Da bin ich wieder ein Teil dieser Welt.
(Cory Richards)

Bei Minus 40 Grad Celsius schneit es sogar im Zelt. Da ist die Komfortzone jedes noch so dicken Daunenschlafsacks weit unterschritten, da helfen nicht einmal mehr warme Gedanken. Auf über 7000 Metern ist es ist einfach nur schweinekalt. Zugegeben: es ist ein ungleiches Trio, das sich da auf den Weg gemacht hat, um den Gasherbrum II (8034m) zum ersten Mal im Winter zu besteigen. Doch Simone Moro und Denis Urubko scheinen besser mit der extremen Kälte und den Strapazen zurechtzukommen als Cory Richards, der die Expedition gleichzeitig filmt und seine Entscheidung hier dabei zu sein mit jedem zurückgelegten Höhenmeter anscheinend mehr bereut. Mit zunehmender Kälte verstärken sich auch Corys Selbstzweifel, doch Umkehren ist keine Option. Nicht ohne Gipfelsieg. Und selbst der ist kein Garant dafür, dass dieses Abenteuer glimpflich ausgeht: der Weg nach unten ist immer gefährlicher als Weg nach oben.

 

Cold - Simone Moro, Denis Urubko

Foto: Simone Moro, Denis Urubko

_______________________________________________

Life Cycles (Mountainbike)

12 Min, Kanada 2010

There is no place you can‘t ride
(Life Cycles)

Life Cycles ist kein gewöhnlicher Mountainbikefilm, denn in Life Cycles ist nicht der Mountainbiker, sondern das Bike selbst der Star. Der Film erzählt seine Geschichte: von der Fertigung in der Fabrik bis hin zur Verschrottung – und all den Höhen und Tiefen dazwischen. Sieben Jahre haben Derek Frankowski und Ryan Gibb an ihrem Meisterwerk gearbeitet; mit viel Leidenschaft, viel Liebe zum Detail und vor allem viel Geduld. “Spend time not money” – so lautete das Motto und man sieht dem Film an, dass es zu jeder Zeit beherzigt wurde. Das Rad gilt als die größte Erfindung der Menschheit. Life Cycles setzt ihm in bewegenden und ästhetischen Bildern ein eindrucksvolles Denkmal. Diesen Film kann man nicht beschreiben – man muss ihn gesehen haben.

 

Cam McCaul in Saskatchewan, Canada

Foto: E.O.F.T.

_______________________________________________

Kadoma (Kajak-Expedition)

20 Min, Kongo/USA 2010

Egal was passiert: Keine Panik!
(Hendri Coetzee)

Es gibt besondere Kajak-Expeditionen, es gibt gefährliche – und es gibt besonders gefährliche. Die Kongo-Expedition von Hendri Coetzee, Chris Korbulic und Ben Stookesbury fällt eindeutig in die letzte Kategorie. Der Kongo gilt als der “heilige Gral” aller Kajak-Expeditionen. Rund 4.300 km schlängelt sich der schlammbraune Strom durch Zentralafrika und seine reißenden Stromschnellen sind nicht einmal das, wovor man am meisten Angst haben müsste. In den seichten Ufergebieten lauern Flusspferde und Krokodile, außerdem ist in dem von Armut und Korruption gebeutelten Land das Militär allgegenwärtig. Der Südafrikaner Hendri Coetzee ist der Einzige, der sämtliche Gefahren dieser Expedition vollständig überblicken kann. Gemeinsam mit ihm machen sich Ben Stookesbury und Chris Korbulic auf die Reise ins schwarze Herz Afrikas. Doch mitten auf dem Fluss nimmt die Expedition eine dramatische Wendung.

_______________________________________________

This Must Be The One (Highlining)

8 Min, Frankreich 2011

Rückenwind und eine Handbreit Wasser unterm Kiel – mehr braucht ein Segler nicht um glücklich zu sein. Auch ein Highliner lässt sich gern den Wind um die Nase wehen, aber so richtig wohl fühlt er sich erst dann, wenn sich zwischen ihm und dem Boden besonders viel Luft befindet. Je schwindelerregender der Spot, desto besser! Gerade deshalb haben Sebastién Brugalla und sein Team ihre Highline zwischen den rund 4000 Meter hohen Aiguilles du Diable im Mont-Blanc-Massiv gespannt. Extremer geht es wohl kaum. Doch wer sagt, dass man zum Highlining unbedingt in die Berge fahren muss wenn es in Paris so schöne Wolkenkratzer gibt? Die beiden Bürotürme der Les Mercuriales sind zwar nur knapp 120 Meter hoch, doch staunende Zuschauer gibt es dafür umso mehr. Und für die Highliner macht das Balancieren hier wie da keinen großen Unterschied. Es stellt sich bloß die Frage, ob die Aussicht auf die Dächer von Paris wirklich mit dem Mont-Blanc-Bergpanorama mithalten kann.

_______________________________________________

Being There (Freeskiing)

8 Min, Norwegen/Schweden/Japan 2011

As Norwegians we are lucky and privileged to live in such a beautiful country. Both the northern and western part of Norway is surrounded by amazing terrain for big mountain skiing, and we want to show that to the world.
(Filip Christensen)

Wenn man sich die Berge im hohen Norden so anschaut, dann wundert es einen nicht mehr, dass die Norweger den Ski erfunden haben. Da wo die Fjorde weit ins Land hineinreichen und die Sonne im Sommer nicht untergeht, haben die besten Freerider der Welt jede Menge Schnee aufgewirbelt, allen voran Henrik Windstedt und Aksel Lund Svindal. Zum allerersten Mal durfte ein Filmteam im norwegischen Backcountry und auf den Lofoten einen Skifilm drehen – selbst für gestandene Freerider ein besonderes Erlebnis, denn hier ist beim Skifahren das Meer stets in Sichtweite!

 

Being There - Hiking in Lofoten, Norway

Hiking in Lofoten, Norway – Foto: E.O.F.T.

_______________________________________________

Weitere Infos zu Tourdaten und Tickets finden Sie unter:

www.eoft.eu

EOFT auf Facebook

Quelle: Moving Adventures Medien

Schöne Bergtouren Team

About Schöne Bergtouren Team