Hochpustertal – Zum Drei-Zinnen-Jubiläum werden die Bergsteiger-Pioniere gefeiert…

Hochpustertal –

Zum Drei-Zinnen-Jubiläum werden

die Bergsteiger-Pioniere gefeiert…

Die Drei Zinnen sind das wohl bekannteste Wahrzeichen im Panorama der Hochpustertaler Dolomiten – die drei markanten Gipfel begeistern aber nicht nur heutige Urlauber, sondern gelten seit jeher als große Herausforderung unter Bergsteigern. In diesem Jahr wird daher das große Jubiläum rund um die wichtigsten Erstbesteigungen der Drei Zinnen gefeiert. Für Meilensteine sorgten vor 100 Jahren Hans Dülfer mit seiner Durchsteigung der Westwand, vor 80 Jahren Emilio Comici mit seiner Route über die Nordwand, sowie Rainer Kauschke mit der ersten Winterbesteigung der Großen Zinne vor 50 Jahren. Die Jubiläums-Veranstaltungen finden im Hochpustertal am 21. und 22. September 2013 statt.

Hochpustertal - Die Drei Zinnen

Die Drei Zinnen – Foto: Tourismusverband Hochpustertal

 

Das imposante Erscheinungsbild der Drei Zinnen strahlt seit jeher eine große Faszination auf Bergsteiger aus. Angefangen hat alles bereits im Jahr 1869, als der bis dahin als unbesteigbar geltende Gipfel von Paul Grohmann zum ersten Mal über die Südwand erstiegen wurde. 1881 schafften dann Michl und Hans Innerkofler die Erstbesteigung der Kleinen Zinne, an der zuvor viele Kletterer gescheitert waren. Insgesamt eröffnete Michl Innerkofler 36 neue Aufstiegswege und wurde so zum Pionier des Alpinismus im Hochpustertal. Durch seine Gipfelstürme läutete er eine neue Ära des Bergsteigens in den Dolomiten ein und so suchten Alpinisten im Laufe des letzten Jahrhunderts immer wieder unentdeckte Routen und anspruchsvolle Herausforderungen für spektakuläre Erstbesteigungen.

Rainer Kauschke, Peter Siegert und Gerd Uhner auf der Grossen Zinne – Foto: Tourismusverband Hochpustertal

 

Vor 100 Jahren gelang es Hans Dülfer schließlich, die Westwand der Großen Zinne an der Verschneidung mit dem bekannten „Dülferkamin” zu erklettern. Vor 80 Jahren war es Emilio Comici, der als Erster die haltlose Nordwand der Großen Zinne bezwang. Diese galt auf Grund ihrer Überhänge als extrem schwierig, und so ist die Comici-Route bis heute als ein Extremklassiker an den Felsen der Drei Zinnen bekannt. Ein dritter herausragender Meilenstein gelang Rainer Kauschke vor rund 50 Jahren, als er 1961 die legendäre Erstbegehung im Winter schaffte. Gemeinsam mit Peter Siegert und Gern Uhner benötigte er für die „Direttissima“, die Route über die Linie des fallenden Tropfens an der Nordwand, ganze 17 Tage. Schuld daran war auch die Kälte, die ein schnelleres Vorankommen bei 30 Grad unter Null unmöglich machte. Und so verdanken es die drei Bergsteiger allein ihrem Durchhaltevermögen, dass sie als heldenhafte Bezwinger der direkten Falllinie der Nordwand in die Geschichte des Alpinismus in den Dolomiten eingingen.

Hochpustertal - Winter-Erstbesteigung der Drei Zinnen

Winter-Erstbesteigung der Drei Zinnen- Foto: Tourismusverband Hochpustertal

 

Um diese Meilensteine und den Verdienst der Bergsteiger-Pioniere für den Alpinismus im Hochpustertal zu würdigen, werden die Jubiläen der Drei Zinnen-Besteigungen in diesem Jahr groß gefeiert. Am 21. und 22. September 2013 sind zahlreiche Veranstaltungen wie zum Beispiel eine Wanderung zur Drei Zinnen Hütte, Vorträge zum Thema Kletterethik, ein Filmabend sowie die Ehrung von Rainer Kauschke, Peter Siegert und Gerd Uhner geplant. Zudem wird es eine Slacklineshow von Armin Holzer geben, der für seine spektakulären Aktionen in schwindelerregender Höhe bekannt ist und bereits an allen Drei Zinnen erfolgreiche Highline-Erstbegehungen schaffte. Zeitgleich werden die Alpinschulen des Hochpustertals die drei Jubiläumsrouten abklettern und somit ein eindrucksvolles Bild vor feierlicher Kulisse liefern.
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Quelle: Tourismusverband Hochpustertal

 

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