Spitzbergen Expeditionskreuzfahrt – Belugawale, Eisgletscher & Trapperspuren im Hornsund…

Spitzbergen Expeditionskreuzfahrt –

Belugawale, Eisgletscher & Trapperspuren im Hornsund…

Zweiter Teil unserer Kreuzfahrt um Spitzbergen

Eine zarte schweizerische Stimme zog uns aus den Träumen. Um 7:30 Uhr wurden wir über die Lautsprecheranlage geweckt. Das Wasser war ruhig und die Sonne schien bei blauem Himmel. Über dem Wasser des Hornsund hing ein Dunstschleier und Backbord von uns erhob sich der Vogelfelsen Gnalodden. Nach dem Frühstück wurden die Zodiacs zu Wasser gelassen und wir brachen zu einer Tour auf.

Spitzbergen - Vogelfelsen Gnalodden

Der Vogelfelsen Gnalodden im Hornsund auf Spitzbergen – Foto: Mario Hübner

 

Kaum waren wir im letzten Zodiac zu gestiegen, sichtete eines der anderen Zodiacs in der Burgerbukta eine Gruppe Belugawale. Wir fuhren in die über Funk übermittelte Richtung und konnten bald den Blas der Belugawale sehen. Leider tauchten sie bei unserer Annäherung ab und tauchten nach einiger Zeit am anderen Ende der Burgerbukta wieder auf.

Spitzbergen - Eisberge im Hornsund

Kleine Eisberge im Hornsund in Spitzbergen – Foto: Mario Hübner

 

Wir fuhren lieber in Richtung Paierlbreen, um vielleicht Robben, Eisbären oder das Kalben des Paierlgletschers zu erleben. Immer mehr Eisbrocken tauchten vor uns auf und auf den größeren Eismassen hatte sich manchmal Dreizehenmöwen niedergelassen. Bei schönsten Wetter navigierten wir zwischen den kleinen Eisbergen durch und suchten uns schöne Fotomotive.

Spitzbergen - Zodiac Cruise im Hornsund

Mit den Zodiacs cruisen wir im Hornsund in Spitzbergen – Foto: Mario Hübner

 

Überall knisterte es, da die eingeschlossenen, komprimierten Luftbläschen beim Schmelzen explosionsartig aus den Eisstücken entwichen. Dierk unser Zodiacfahrer stellte den Motor ab und wir genossen die himmlische Atmosphäre am Paierlgletscher mit dem Knacken und Knistern des Eises.

Spitzbergen - Paierlgletscher

Mit Speed wieder zurück vom Paierlgletscher – Foto: Mario Hübner

 

Nachdem Ausflug mit den Zodiacs manövrierte die MS Quest weiter in den Hornsund hinein und wir näherten uns langsam dem Samarinbreen. Über dem Gletscher strahlte die Sonne am blauen Himmel und im ruhenden Wasser spiegelte sich die Silhouette des Hornsundtind (1.431 m Höhe). Bei diesem traumhaften Panorama wurde es Zeit für den Mittagslunch.

Spitzbergen - Samarinbreen

Am Samarinbreen im Hornsund – Foto: Mario Hübner

 

Während wir uns stärkten glitt die MS Quest langsam wieder zum Ausgang des Hornsund zurück. Am Vogelfelsen Gnalodden gingen wir vor Anker, um am Nachmittag einen Landausflug zu unternehmen. Mit den Zodiacs näherten wir uns vorsichtig im flachen Wasser der Küste und landeten an. Im Strandbereich entdeckten wir eine alte Trapperhütte, wo in früheren Zeiten auch die bekannte Trapperin Wanny Woldstad genächtigt hatte.

Spitzbergen - Aussicht beim Vogelfelsen Gnalodden

Die Aussicht beim Vogelfelsen Gnalodden im Hornsund in Spitzbergen – Foto: Mario Hübner

 

Wir stiegen in Serpentinen gemütlich den steilen Grashang unterhalb des Gnalodden hinauf. In der Steilwand über uns flogen diverse Möwen und Vögel und es herrschte ein lautes Spektakel in den Lüften am Gnalodden. Knapp unterhalb der Steilwand ließen wir uns nieder und genossen das Panorama über den Hornsund. Unter uns vor der Küste leuchtete die MS Quest in den Sonnenstrahlen. Wir stiegen dann langsam wieder zum Strand ab und sahen uns noch die Trapperhütte näher an.

Spitzbergen - Ausflug zum Vogelfelsen Gnalodden

Kleiner Ausflug zu Fuß am Vogelfelsen Gnalodden im Hornsund in Spitzbergen – Foto: Mario Hübner

 

Anschließend sahen wir noch ein sehr altes Grab, sowie die Überreste eines Hauses der Pomoren. Nach dem wir wieder an Bord waren, setzte die MS Quest ihre Fahrt aus dem Hornsund fort und nahm anschließend Kurs in Richtung Süden. Während der Nacht umschifften wir den südlichsten Punkt Spitzbergens in weitem Abstand und gingen anschließend auf Nordkurs.

Spitzbergen - Trapperhuette am Vogelfelsen Gnalodden

Alte Trapperhütte am Vogelfelsen Gnalodden im Hornsund in Spitzbergen – Foto: Mario Hübner

 

Hier könnt ihr lesen, was bei unserer Kreuzfahrt um Spitzbergen und ins arktische Treibeis noch geschah:

Spitzbergen Expeditionskreuzfahrt (Teil 1) – Volle Fahrt voraus in die Abendsonne!

Spitzbergen Expeditionskreuzfahrt (Teil 3) – Mondlandschaft, Eisbärenfamilie und Walrossbesuch!

Spitzbergen Expeditionskreuzfahrt (Teil 4) – Im Antlitz des Austfonna Gletschers!

Spitzbergen Expeditionskreuzfahrt (Teil 5) – Eisbären und das berüchtige Walross Deo…

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Spitzbergen Karte – Seeroute unserer Spitzbergenumrundung:


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Reiseinfos:

Anreise:

Anreise mit dem Schiff: Es gibt keine regelmäßige Fährverbindung zwischen dem norwegischen Festland und Spitzbergen. Mehrere Organisationen bieten Spitzbergen-Safaris und Rundtouren an. Diese beinhalten allerdings keinen Passagierservice zum und vom Festland. Sie müssen daher andere Wege ausfindig machen, um nach Spitzbergen zu kommen.

Anreise mit dem Auto: Das Straßennetz auf den Inseln ist insgesamt nur rund 46 Kilometer lang. Das Fahren außerhalb der Straßen ist strengstens verboten. Zwischen den verschiedenen Ortschaften bestehen keine Straßenverbindungen. Stattdessen verlassen sich die Einheimischen im Winter auf Schneemobile und im Sommer auf Boote.

Anreise mit dem Flugzeug: Es gibt das ganze Jahr über täglich Flüge nach und von Spitzbergen. Im Sommer sogar mehrere Flüge pro Tag. Die meisten Verbindungen sind von und nach Tromsí¸, doch in den Sommermonaten können Sie auch direkt von Oslo fliegen. Von Oslo beträgt die Flugzeit rund drei Stunden, von Tromsí¸ ca. eineinhalb bis zwei Stunden. 

Beste Jahreszeit:
Zum Wandern / Trekking und für alle anderen Sommeraktivitäten bietet sich die Monate (Juni bis August) an. Für die Winteraktivitäten bietet sich hier der Zeitraum von November bis Mai an.

Die Recherche erfolgte mit freundlicher Unterstützung

von Fietz GmbH POLAR-Kreuzfahrten.

Text & Bilder: Mario Hübner

Schöne Bergtouren Team

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