Davos Klosters – Schneefreuden „da wo’s schön ist“ – seit 150 Jahren…

Davos Klosters –

Schneefreuden „da wo’s schön ist“ –

seit 150 Jahren…

In der Wintersaison 2014/15 wird Davos sein 150jähriges Jubiläum als Wintersportort feiern.

Damals kamen die ersten Wintergäste in die auf 1.560 Metern über den Meeresspiegel höchstgelegene Stadt Europas, die sich bis dato einen Namen als Höhenkurort für Sommeraufenthalte gemacht hatte. Auch sie setzen zunächst auf die heilende Wirkung der Davoser Höhenluft – nachdem die Genesung einsetzte, begannen sie jedoch ihre Kur auf Heu-Schlitten zu verlagern. Zunächst noch sehr zum Erstaunen der Einheimischen – doch nicht einmal 20 Jahre später begann das erste Schlittenrennen, aus dem sich später der Bobsport entwickelte.

Davos Klosters - Ski und Snowboarden auf Parsenn Davos

Ski und Snowboarden auf Parsenn Davos – Foto: Davos Klosters

 

Vor 130 Jahren trafen dann die ersten Telemark-Ski in Davos ein ein Weihnachtsgeschenk des späteren Schneeforschers und Vaters des deutschen Skisports Wilhelm Paucke. Schnell wurden diese im ganzen Tal bekannt – und auch gleich nachgebaut. Womöglich wurden die ersten Skischwünge in der Schweiz darauf gefahren. Nur 20 Jahre dauerte es dann noch bis zur Gründung des Skiclub Davos, mit 100 Jahren einer der ältesten in der Schweiz – und inzwischen auch der größte, seine Sektionen reichen bis nach Zürich und Süddeutschland.

Heute hält das Skigebiet Davos-Klosters ein modernes Schneevergnügen für Skifahrer und Snowboarder jeden Geschmacks und jeden Könnens bereit – und verspricht dies auch bei eher wärmeren Wintern: Allein in 2013 wurden nochmals 7 Millionen Franken in den Ausbau und die Optimierung der Beschneiungsanlagen investiert.

Davos Klosters - Ski und Snowboarden auf Parsenn Davos

Ski und Snowboarden auf Parsenn Davos – Foto: Davos Klosters

 

Klassiker ist die Parsenn – der Historie nach die Wiege des Skisports in der Schweiz: Bereits 1895 verirrten sich vier englische Touristen mit ihren Skiern auf dem Weg nach Arosa und landeten in Küblis. Einheimische wiederholten ein Jahr später die Abfahrt von Weissfluh nach Küblis – seither eine legendäre Skiabfahrt.

Selbst an einem wolkenverhangenen Tag, an dem unten im Tal die Stimmung nur grau in grau vor sich hin dämmerte, fanden wir nach kurzem Transfer ins Parsenn-Gebiet oben am Weissfluhgipfel blauen Himmel und Sonnenschein. Ein grandioses Panorama der aus dem tiefer liegenden Wolkenmeer ragenden Gipfel lag uns zu allen Seiten zu Füßen. Eine echte Traumabfahrt ist vom Weissfluhgipfel die schwarze 1 hinunter auf die rote 17, hinter dem Scharzhorn vorbei auf die 21 Richtung Schifer und von dort hinab bis nach Klosters.

Davos Klosters - Ausblick vom Weissfluhgipfel

Ausblick vom Weissfluhgipfel – Foto: Tina Bernardi

 

Gegenüber ruft das Jakobshorn vor allem Spaßliebhaber auf den Berg: Die Jatz-Hütte hoch droben ist berühmt für ihre Parties und den Whirlpool mit Gipfelpanorama. Zu ihren Füßen toben sich die Freestyler im Jatz Park aus. Und wer seinen Spaß im gemütlichen Genußfahren findet, für den ist unsere Empfehlung: Mit der Bahn ganz nach oben, von dort die blaue 8 und 9 zur Clavadeler Alp und weiter die sich lang windenden blaue 10 durch den Wald bis wieder hinab zur Talstation.

Davos Klosters - Ausblick vom Weissfluhgipfel

Ausblick vom Weissfluhgipfel – Foto: Tina Bernardi

 

Im Februar 2015 soll das 150 jährige Jubiläum groß gefeiert werden.

Ein Tipp für alle, die nicht ganz so lange warten wollen: In der Vorsaison ab November erhalten Gäste bei Übernachtung in einem der teilnehmenden Hotels pro Nacht den Skipass für die Gebiete Jakobshorn und Parsenn geschenkt. Am besten gleich nachfragen!

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Text: Tina Bernardi

Schöne Bergtouren Team

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