Kurt Albert tödlich verunglückt

Tieftraurig ist der Anlass zu diesen Zeilen. Unglaublich schier, dass KURT nicht mehr unter uns sein kann, er, der jahrzehntelang Dinge am Rand des Menschenmöglichen in konzentrierter Folge verwirklichte.

(Hermann Huber)

Mit Kurt Albert verlieren wir eine starke und einzigartige Persönlichkeit – wir denken an ihn. Er wird uns fehlen.

Liebe Berg- und Outdoorfreunde,

diese Woche gab es wieder einen traurigen Fall aus der Welt des Kletterns. Mit tiefer Betroffenheit haben wir erfahren, dass Kurt Albert am Abend des 28. Septembers 2010 seinen schweren Verletzungen, die er sich zwei Tage zuvor bei einem Sturz im fränkischen Klettersteig “Höhenglücksteig” zugezogen hat, erlegen ist. Er war mit einer Gruppe unterwegs, als er aus noch ungeklärten Umständen 18 Meter in die Tiefe stürzte.

Als Erfinder des Rotpunktkletterns gehörte Kurt Albert zu den Verbreitern des Freiklettergedankens auf der ganzen Welt. Sein Kletterleben beschreibt herausragende Kapitel der jüngeren Alpingeschichte, in denen er den Rotpunkt-Gedanken auf sehr hohe und sehr schwere Berge übertragen hat.

Kurt Albert war richtungsweisender Vordenker weit über den Kletterbereich hinaus. Seit mehr als 20 Jahren war er im Salewa Team zu Hause. Wir verlieren mit Kurt eine Persönlichkeit und vor allem einen lieben Freund und Weggefährten, der uns sehr am Herzen lag. Unser Mitgefühl gehört seiner Familie.

Beeindruckt hat uns alle  seine große Persönlichkeit sowie der Wille eigene Wege zu gehen und sich selbst in jeder Lebenslage treu zu bleiben. Kurt hat uns allen wohl auch das rechte Maß der Dinge gelehrt und uns in seiner Bescheidenheit,  im Umgang mit größten Herausforderungen und im Erleben tiefster Freundschaft geprägt. Seine Stärke war es, sich in keiner Weise verbiegen zu lassen – bis zum letzten Schritt.

Heiner Oberrauch, Präsident Salewa Gruppe

Quelle: Salewa

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