Wandertour – Von Falmignoul ins Maastal

Aus dem Rother Wanderführer “Ardennen – Hohes Venn” von Mathieu Klos, © Bergverlag Rother

Wandertour

Von Falmignoul ins Maastal

Entlang der Maas in den Klettergarten Belgiens

Diese Wanderung ist eine mit drei Gesichtern. Auf den ersten sechs Kilometern gleicht ihr Profil dem Gebiss eines Piranhas; hoch über dem Fluss erklimmen wir einen giftigen Anstieg nach dem anderen. Unten im Tal der Maas (Meuse) verläuft sie so flach wie eine Deichwanderung. Und im beliebten Kletterrevier an den imposanten Roches de Freÿr steigen wir auf einem alpinen Bergpfad steil wieder hinauf auf die Hochfläche, auf der unser Zielort Falmignoul liegt.

Talort:
Falmignoul

Ausgangspunkt:
Kirche in Falmignoul, 199 m (GPS Falmignoul nach WGS 84: O 4°53’28.79’’ N 50°12’12.82’’); Anfahrt ab AS Achêne auf der N 97 und der N 95 oder ab Dinant mit dem Bus 25.

Höhenunterschied/Gehzeit:
320 m / 4h 30min

Anforderungen/Wegbeschaffenheit:
Eine recht schwierige Mittelgebirgswanderung (15,4 km), zum Teil in fast schon hochalpinem Gelände; wechselnde Markierung.

Einkehrmöglichkeiten:
In Waulsort, in Chênet und in Falmignoul.

Tipp:
Château de Freÿr auf dem westlichen Maasufer, Abstecher in die Festungsstadt Dinant (7 km).

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Wegverlauf:
Von der Kirche in Falmignoul aus wandern wir entlang der Rue des Crétia (Markierung gelbes Rechteck) zum westlichen Ortsausgang. Hier biegen wir an einer kleinen Kapelle links ab und an der nächsten Kreuzung rechts in einen zunächst noch asphaltierten Feldweg. Er ist unmarkiert und führt uns nordwestwärts hinauf bis zum höchsten Punkt, auf dem ein Stall steht, und über die Freifläche Crétia hinab bis zu einer oberhalb der Maas am Steilufer gelegenen Waldspitze. Hier schwenken wir links in einen schmalen Hohlweg ein (Markierung rot-weißer Balken des GR 125 Richtung Blaimont), der zunächst etwa 100 m lang absteigt, dann geht es links eine Böschung hinauf. Die folgenden 5,5 km meistern wir auf einem Trampelpfad, der uns am oberen Steilhang stets dem Waldrand folgend nach Südwesten führt. Dabei passieren wir zunächst die für Besucher wegen Baufälligkeit gesperrte Ruine des Château Thierry, dann erreichen wir hintereinander vier Felsvorsprünge, auf denen uns jeweils ein spektakulärer Ausblick auf das Maastal und das auf dem gegenüberliegenden Ufer gelegene Dorf Waulsort erwartet.

Anschließend kommen wir im Linksbogen in ein Seitental, das steil zur Maas hin abfällt. Hier biegen wir rechts in einen Querweg ein (zusätzlich zum rotweißen Balken des GR 125 Markierung gelbes Rechteck bis Colèbî im Maastal) und folgen dem kleinen Tal ein Stück bergab, überqueren dann den Bach und steigen links steil aus dem Seitental hinauf. Nun wandern wir wieder südwestwärts am Waldrand entlang. Es kommen noch mehrere kurze Gegenanstiege, bis wir schließlich oberhalb von Les Cascatelles eine große Waldkreuzung erreichen. Hier halten wir uns rechts und kommen mit einem letzten sehr steilen Abstieg an einen querlaufenden Bach. Seinem dunklen und felsigen Tal folgen wir rechts hinab nach Les Cascatelles im Maastal. Wir passieren die drei kleinen Kaskaden und stoßen im Maastal auf einen Rastplatz. Dort biegen wir rechts in den Uferweg ein, auf dem wir auf den nächsten 4 km dem Lauf der Maas folgen. Am kleinen Motorboothafen gegenüber von Waulsort finden wir ein Restaurant und den Anleger einer Fähre vor, mit der Fußgänger nach Waulsort übersetzen können. Auch bietet sich hier mit dem Chemin de Crétia die erste Möglichkeit zur Abkürzung nach Falmignoul. Wir aber wandern weiter nach Norden, durch ein kleines Waldstück und über idyllische Weiden an der langgezogenen Flussbiegung der Maas entlang. Immer wieder ragen die scharfkantigen Felsen des Steilufers aus dem Wiesengrund auf.

Wir erreichen die Weide am Colèbî; hier zweigt der Weg mit der Markierung gelbes Rechteck nach rechts ab und steigt den Steilhang hinauf (zweite Gelegenheit zur Abkürzung). Unsere Hauptroute jedoch zieht weiter am Maasufer entlang und strebt der deutlich sichtbar vor uns liegenden Felsgruppe Roches de Freÿr entgegen (zusätzlich zum rot-weißen Balken des GR 125 Markierung blaue Raute bis zur Waldecke am Crétia). Wir passieren einen Forellenteich. Wald und Felsen rücken nun immer näher an die Maas heran. Unser Wiesenweg geht in einen Trampelpfad über und führt uns in ein Waldgebiet hinein. An einer Infotafel biegen wir schließlich rechts ein und steigen durch das alpine Terrain am Kletterrevier Roches de Freÿr steil den Hang hinauf bis zur Häusergruppe Chênet mit einigen Restaurants. Oben angekommen schwenken wir rechts in die N 95 ein; alternativ zur Straße empfiehlt sich ein Trampelpfad, der rechter Hand durch das Waldstück verläuft, aber nicht leicht zu finden ist. In Sul Socrau, dem nördlichen Ortsteil von Falmignoul, verlassen wir die Landstraße, indem wir auf der Höhe des Hauses Nr. 12 scharf rechts abbiegen – leider fehlt hier zunächst die Markierung. Auf einem Waldweg wandern wir hinab zu einer Infotafel und westlich um eine Koppel herum, bis wir wieder oben am Steilufer der Maas stehen. Nun folgen wir dem Trampelpfad am Hang entlang nach Westen. Nach ca. 2 km treffen wir auf ein querlaufendes Bachtal und einen Forstweg. Wir schwenken links ein und wandern südwärts bis zur Waldspitze, die wir bereits vom Hinweg her kennen, auf die Freifläche Crétia hinaus und in entgegengesetzter Richtung auf unserem Hinweg weiter bis zur Kirche in Falmignoul.

Tourenüberblick:

Tourentipps, Unterkünfte und sonstige interessante Orte:

Karten:

Weitere interessante Wandertouren finden Sie in dem Wanderführer “Ardennen – Hohes Venn” vom Bergverlag Rother.

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“Ardennen – Hohes Venn”

Mathieu Klos

50 Touren, 176 Seiten, 118 farbige Abbildungen,

51 Wanderkärtchen im Maßstab 1:50.000 und 1:100.000,

52 Höhenprofile,

drei Übersichtskarten im Maßstab 1:500.000, 1:800.000 und 1:2.000.000

Format 11,5 x 16,5 cm, kartoniert

ISBN: 978-3-7633-4391-1

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Quelle: Bergverlag Rother

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