Wandertour – Am Tachinger See

Aus dem Rother Wanderbuch “Chiemsee” von Gerhard Hirtlreiter, © Bergverlag Rother

Wandertour

Am Tachinger See

Am Ostufer zwischen Tettenhausen und Tengling

Ob der Tachinger See ein eigenständiger See ist oder nur ein Fortsatz des Waginger Sees (mit dem er eine ununterbrochene Wasserfläche bildet), ist Ansichtssache. Auf jeden Fall verläuft am Nordostufer des Tachinger Sees der wohl reizvollste Seeuferweg im Rupertiwinkel, angelegt zwischen einer eiszeitlichen Ufermoräne und der naturbelassenen Ufervegetation des Zungenbeckensees. Viel Schatten, lauschige Badenischen im Schilf und das schöne Tenglinger Strandbad machen die Tour zur idealen Sommerwanderung.

Ausgangspunkt:
Tettenhausen, Parkplatz beim Strandbad/Campingplatz (450 m) oder bei der Brücke über den Verbindungskanal zwischen Waginger und Tachinger See (444 m).

Höhenunterschied/Gehzeit:
140 m / 2h 45min

Anforderungen/Wegbeschaffenheit:
Keine; reizvolle Wanderwege sowie überwiegend geschotterte Nebensträßchen und Fahrwege.

Einkehrmöglichkeiten:
Gaststätten in Tettenhausen, Terrassencafé im Strandbad Tengling.

_______________________________________________

Wegverlauf:
Entlang der Hauptstraße gehen wir hinauf in den Ortskern von Tettenhausen (464 m). Bei einem Rechtsknick der Hauptstraße folgen wir der Markierung 15 in die geradeausführende Nebenstraße (Ww. »Bicheln«). Nach einem Geräteschuppen zweigen wir mit der Wegweisung zur Kneippanlage nach links ab. Das Sträßchen wird bald zum Wanderweg. Zum Kneipp’schen Wassertreten kann man einen kurzen Abstecher nach rechts in den Wald machen.

Im weiteren Verlauf bleiben wir immer auf dem schattigen Weg am naturbelassenen Ufer des Tachinger Sees (442 m). Nachdem wir den Wald hinter uns gelassen haben, kommen wir zu einer Verzweigung. Hier könnten wir nach rechts hinauf abkürzen (Weg 15). Ansonsten gehen wir geradeaus zum Terrassencafé beim Strandbad.

Auf dessen Zufahrtsweg zu einer Straße, daran kurz nach links, dann hinauf zur Kirche St. Coloman (470 m, 16. Jh.). Daran vorbei wandern wir ein Stück weiter und halten uns dann zweimal nach rechts, um zum Weiler Aignsee zu gelangen. Eine stärkere Steigung legen wir noch auf der Straße zurück. Die knickt dann bald nach links ab, wir behalten die Süd-Richtung bei und wandern auf einem unbefestigten Forstweg – auf der Ufermoräne (bis 520 m) der Gletscherzunge, die vor 18.000 Jahren im Becken des Tachinger Sees lag. Alle Abzweigungen ignorierend kommen wir über eine Wiese zu einer Kreuzung mit Aussichtsbank. Hier, beim Weiler Bicheln (510 m), weist die bisher zutreffende Markierung 15 auf die Asphaltstraße nach rechts – so käme man zwar direkt zurück, wir lassen uns aber lieber von dem reizvollen Kiesweg verlocken, der halb links abzweigt und mit herrlichem Blick über den Waginger See auf den Untersberg an einer frei stehenden Weide vorbeiführt. Bei einem Walnussbaum halten wir uns nach rechts und gelangen mit der Markierung 17 an einer Kapelle mit Bank vorbei zu den ersten Häusern von Tettenhausen. Um das Feuerwehrgebäude herum nach rechts kommen wir am Gehweg durch den Ortskern (464 m) zurück zum Ausgangspunkt.

Tourenüberblick:

Die GPX-Daten wurden auf Grundlage der geprüften GPX-Daten

des Rother Wanderführer “Chiemsee” erstellt.

Mit freundlicher Genehmigung des Bergverlag Rother.

Rother Wanderfuehrer - Chiemsee

Foto: Bergverlag Rother

 

Karten:

– Freytag Berndt Wanderkarte (Blatt WK 104) – Chiemgauer Alpen, Lofer, Leogang, Steinberge (Maßstab: 1:50.000)
– Alpenvereinskarte (Blatt BY 17) – Chiemgauer Alpen West, Hochgries, Geigelstein
– Kompasskarte (Blatt 10) – Chiemsee (Maßstab: 1:50.000)
– Kompasskarte (Blatt 14) – Berchtesgadener Land, Chiemgauer Alpen (Maßstab: 1:50.000)

Tourentipps, Unterkünfte und sonstige interessante Orte:

About the Author

Schöne Bergtouren Team