Wandertour – Von Le Puy-en-Velay zur Burg von Polignac

Aus dem Rother Wanderbuch “Auvergne” von Bettina Forst, © Bergverlag Rother

Wandertour

Von Le Puy-en-Velay zur Burg von Polignac

Durch die verträumte Landschaft des Velay

Die Rundwanderung führt durch die für das Velay so typische Landschaft: sanfte Hügel, weite Täler, durchbrochen von kleinen Hochflächen, aufgesetzten Kuppen oder eingebrochenen Tälern – kurz, ein vielfältiges Relief. Von der Abbruchkante des Tals der Loire erschließt sich uns die Hauptstadt Le Puy-en-Velay in ihrer gesamten Pracht mit den vulkanischen Felsen, die wie Zeigefinger, gekrönt mit einer Kapelle sowie einer überdimensionalen roten Madonna, über die Stadt wachen. Le Puy-en-Velay war bereits im Mittelalter weit über die regionalen Grenzen hinaus bekannt als Sammelpunkt der Pilger, die sich von hier aus auf den Weg machten zum Grab des Apostels Jakobus des Älteren nach Santiago de Compostela. Auf der welligen Hochebene wandern wir zu einer der zahlreichen Burgen der Region und weiter zum Hausberg von Le Puy-en-Velay, von dessen Gipfel man einen guten Eindruck von der landschaftlichen Schönheit des Velay erhält.

Talort:
Le Puy-en-Velay (620 m).

Ausgangspunkt:
Le Puy-en-Velay (620 m). Parkplatz unterhalb der Felsennadel des Aiguilhe mit der Kapelle St-Michel, die als eines der Wahrzeichen der Stadt weithin sichtbar ist.

Anfahrt:
In Le Puy-en-Velay der Beschilderung »Aiguilhe« folgen. Auf Höhe des Aiguilhe nach links in Richtung Schwimmbad »Piscine« abbiegen. Hier gibt es ausreichend Parkplätze.

Höhenunterschied/Gehzeit:
375 m / 4h

Anforderungen/Wegbeschaffenheit:
Überwiegend gemütliche Rundwanderung mit kurzen Anstiegen auf Feldwegen und wenig befahrenen Straßen. Die Route ist größtenteils gelb, zum Teil auch mit der weiß-roten GR-Markierung gekennzeichnet.

Einkehrmöglichkeiten:
Zahlreiche Möglichkeiten in Le Puy-en-Velay sowie ein Café in Polignac.

Sehenswürdigkeiten:
Le Puy-en-Velay ist die wirtschaftliche und kulturelle Metropole des Velay. Es gibt zahlreiche Kirchen, allen voran die Kathedrale Notre-Dame mit ihrer Schwarzen Madonna und dem wundervollen Kreuzgang aus dem 11. und 12. Jh. oder die Chapelle St-Michel, die auf einem ehemaligen Vulkanschlot thront. Die gesamte Stadt ist sehr lebendig und lädt dazu ein, durch ihre Gassen zu schlendern. Das Château de Polignac wurde am ehemaligen Standort eines Apollontempels erbaut und ist die Wiege der berühmtesten Familie des Velay. Die Festungsanlage ist wunderschön mit dem Fels verbunden und dominiert mit ihrer markanten Silhouette das nördliche Velay. Am Fuß des Château reihen sich kleine Steinhäuschen in engen verwinkelten Gassen um den Fels.

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Wegverlauf:
Wir beginnen die Rundtour am Parkplatz des städtischen Schwimmbades (Piscine) unterhalb des Aiguilhe und folgen zunächst der Avenue de Bonneville stadtauswärts. Bei der ersten Querstraße, dem Chemin de Bouthezard, zweigen wir links ab und gehen auf diesem immer bergan, am Krankenhaus vorbei bis in ein Neubaugebiet, die »Montade de la Boriette«. Die Straße verläuft in Kurven, bis sie bei einem Brunnen auf die Allée des Vignards trifft, der wir weiter bergan nach links folgen. Diese Straße macht eine starke Rechtskurve und steigt am Parc de la Boriette, einer schönen öffentlichen Parkanlage mit altem Baumbestand, kurz relativ steil an. Nach weniger als einer ¾ Std. sind wir am Ortsrand von Le Puy-en-Velay angekommen. Hier folgen wir kurz der D 13 nach rechts und zweigen nach 200 m nochmals nach rechts auf einen Wanderweg ab, der uns an Gärten entlang auf die Felder und Wiesen führt. Der Feldweg ist sanft abfallend, läuft an einem einzelnen Bauernhof vorbei und weiter bergab auf direktem Weg zur D 136, die wir geradeaus in Richtung Cheyrac (gelbe und weiß-rote Markierung) überqueren. An der nächsten Kreuzung geht es nach links weiter in Richtung Polignac (gelbe Markierung). Der eben verlaufende Feldweg bringt uns auf dem kürzesten Weg nach Polignac. Kurz vor dem Ortseingang gehen wir geradeaus über die D 13 nach Polignac (700 m).

Der kleine Feldweg mündet unmittelbar auf die Hauptstraße des Ortes, die ins Zentrum und zur Burg führt. Nach wenigen Metern folgt man der gelben Markierung nach rechts hoch zur Kirche. Ein kleiner Rundgang durch die Gassen des verträumten Ortes, der sich eng an den Fels schmiegt, versetzt uns zurück ins Mittelalter. Oberhalb des Kirchplatzes führt der linke Weg an der Post vorbei hoch zur Burg von Polignac (806 m) (Schild »Château«), deren Besichtigung lohnenswert ist, vor allem auch aufgrund des hervorragenden Rundblicks in die Ebenen des Velay.

Von der Burgruine wandern wir durch die Gassen der Altstadt rechts um den Berg herum zurück zur Hauptstraße, auf der wir nach Polignac gekommen sind, und verlassen den Ort nun in die entgegengesetzte Richtung. Unmittelbar nach dem Ortsausgang geht es links in einen Feldweg (gelbe Markierung), der an einer Asphaltstraße endet. Diese gehen wir links zur D 136, die wir unterqueren. Nach der Unterführung zweigen wir nach links ab und wandern auf diesem geschotterten Feldweg oberhalb der D 136 entlang. Zunächst ist der Weg leicht ansteigend, wird dann steiler und mündet in einen asphaltierten Weg, dem wir bergan nach rechts auf den Mont Denise (890 m) folgen, den Hausberg von Le Puy-en-Velay. Von der Wiesenfläche blicken wir in südwestliche Richtung über das Tal der Borne in die hügelige Vulkanlandschaft des Velay.

Beim Abstieg folgen wir stets dem asphaltierten Weg bis nach Malouteyre, einem kleinen Dorf am Fuße des Mont Denise. An der Weggabelung vor drei Steinkreuzen gehen wir nach links abwärts aus dem Ort hinaus zur D 13. Hier biegen wir nach rechts ab und wandern nur etwa einen halben Kilometer entlang der Straße, bis wir wieder den Ortsrand von Le Puy-en-Velay erreicht haben. Wie beim Hinweg führt der Weg am Parc de la Boriette vorbei, durch das Neubaugebiet und weiter bergab zum Parkplatz am Mont Aiguilhe.

Tourenüberblick:

Tourentipps, Unterkünfte und sonstige interessante Orte:

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Quelle: Bergverlag Rother

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