Bergtour – Cime du Gelas (3143m)

Aus dem Rother Wanderbuch “Seealpen” von Reinhard Scholl, © Bergverlag Rother

Bergtour

Cime du Gelas (3143m)

Wolkenwärts – höher geht’s nicht in den Alpes-Maritimes

Talort:
Saint-Martin-Vésubie

Ausgangspunkt:
Sanctuaire de la Madone de Fenestre (1903 m). Zahlreiche Parkmöglichkeiten.

Höhenunterschied/Gehzeit:
1240m / 5h

Anforderungen/Wegbeschaffenheit:
Anspruchsvollste Tour dieses Führers, auf der man gelegentlich ganz schön über Steine und Felsblöcke steigen muss. Orientierungssinn. Die letzten 100 Höhenmeter auf den Gipfel sind dem erfahrenen Bergwanderer vorbehalten: eine steile, enge Rinne mit Kletterpassagen ist zu passieren. Ausrüstung nicht nötig, sofern schneefrei. Allerdings kann bis in den Sommer hinein Schnee in der Rinne liegen. Achtung: Steinschlaggefahr durch vorausgehende Wanderer auf diesem letzten Stück. Wer den Kamin auslässt und »nur« auf den »Balkon« (3050m) geht, hat ebenfalls eine schöne Aussicht.

Einkehrmöglichkeiten:
Refuge de la Madone de Fenestre

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Wegverlauf:
Der Gelas ist von dem Refuge aus sichtbar: es ist der wuchtige, leicht gespaltene Gipfel mit der langen rechten Flanke nord-östlich von Madone de Fenestre. Links davon ist die Cime Saint Robert (2919 m), die durch die Perspektive bedingt mitunter höher erscheint. Der Weg geht an der rechten Flanke des Gelas vorbei und auf der anderen Seite durch einen »Kamin« aufwärts zum Gipfel. Auf dieser Tour gibt es mehr Steinmännchen, als einem lieb ist, führen doch gleich mehrere Wegspuren zum Gipfel. Doch da man vom Gelas eine unübertreffliche Sicht hat, erfreut er sich zahlreicher Gipfelstürmer, weswegen wir nicht alleine unterwegs sein werden. Sehr früh aufbrechen ist angesagt für den, der ungetrübte Sicht genießen und vor Wärmegewittern sicher sein möchte, denn um die Mittagszeit bilden sich regelmäßig Wolken um den Gelas. Die Sicht ist am besten, wenn der Mistral alle Wolken weggepustet hat.

Gleich hinter der Alpenvereinshütte Refuge de la Madone de Fenestre (#357) begeben wir uns in nord-nord-östlicher Richtung auf den GR 52. Nach einer halben Stunde gabelt sich der Weg (#368). Wir verlassen den GR 52 und bleiben auf dem rechten, breiteren Weg. Es folgen einige Serpentinen. 15 Minuten nach #368 biegt in einer der Haarnadelkurven eine Wegspur deutlich sichtbar nach rechts ab, der wir folgen. Wir überqueren eine Steinhalde (etwa 50 m lang) und gelangen nach 10 Minuten an den Fuß (auf etwa 2200 m) eines kleinen Gipfels. Der Pfad spaltet sich wieder: wir nehmen nicht die nach rechts abbiegende Traverse, sondern steigen in kurz gehaltenen Zick-Zacks den Grat aufwärts.

Nach guten 5 Minuten verläuft der Pfad schräg rechts ansteigend, entlang eines Felsenmassivs linker Hand. Wir erreichen den Collet du Lac de Fenestre; genau nördlich davon ist der Pas du St-Robert (der Gipfel des St-Robert ist östlich davon, und noch weiter östlich der Collet St-Robert). Weiter geht’s auf dem mit Steinmännchen markierten Pfad zu den großen Felsblöcken, die unmittelbar südlich an den Lac Mort (2527 m) grenzen. Die Spur verläuft einige Meter südlich des Sees, geht etwas bergab und steigt dann wieder an (lang gezogene gelbe Markierungen). Auf etwa 2600 m verlassen wir den Weg, der auf den Collet St-Robert führt, und biegen nach rechts, um über Steinterrassen unweit am Lac Blanc (2665 m) vorbeizukommen. Es geht steil und geröllig aufwärts bis an den Punkt, wo Madone de Fenestre aus der Sichtweite verschwindet und wir auf der anderen Seite der Flanke des Gelas nach Norden weitergehen.

Linker Hand wird nach etwa einer Viertelstunde erstmals die steile und enge Rinne sichtbar, die auf den Gipfel des Gelas führt.Wer auf den Nervenkitzel lieber verzichtenmöchte, geht einfach geradeaus weiter auf dem Geröllfeld, um dann nach einem letzten leichten Anstieg auf dem Balcon du Gelas zu stehen. Zurück auf dem gleichen Weg.

Tourenüberblick:

Tourentipps, Unterkünfte und sonstige interessante Orte:

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Quelle: Bergverlag Rother

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