Wandertour – Beaume de l’Olivier

Aus dem Rother Wanderbuch “Languedoc-Roussillon” von Daniel Anker / Jaques Maubé, © Bergverlag Rother

Wandertour

Beaume de l’Olivier

Einsiedelei abseits der viel begangenen Wanderwege des Pilgerdorfes

Was für ein Platz! Am Ende eines Seitentals des Hérault versteckt sich unter einer Felswand eine Wohnhöhle, eine ehemalige Einsiedelei. Drinnen am Eingang die Feuerstelle und hinten der trockene Schlafplatz. Draußen Terrassen mit Steinmauern, Schatten spendenden Bäumen und blühenden Lilien im Frühling. Das Rauschen des Windes, das Summen der Bienen, das Brummen der Käfer, die vorbeizischenden Mauersegler. Am Horizont die Hügel südlich von Montpellier und dahinter das Meer. An diesem heiligen Ort dürfen wir schon eine Weile sitzen bleiben.

Talort:
St-Guilhem-le-Désert

Ausgangspunkt:
St-Guilhem-le-Désert (80 m). Der eigentliche Ausgangspunkt befindet sich 1,5 km nördlich des Dorfes an der D 4 entlang dem Hérault (Parkmöglichkeit).

Höhenunterschied/Gehzeit:
400 m / 3h

Anforderungen/Wegbeschaffenheit:
Guter Orientierungssinn; Weg nur am Schluss markiert.

Einkehrmöglichkeiten:

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Wegverlauf:
Vom Ostrand von St-Guilhem-le-Désert folgen wir der Straße D 4 flussaufwärts bis zur Brücke (70 m) westlich der Staumauer. Rechts der Brücke hinein ins Seitental Combe Malafosse, auf einem Schottersträßchen, das zuweilen auch betoniert ist. Rechts haltend an einer Einzäunung vorbei geht es nun auf einem gerölligen Weg weiter. Er wird besser, steigt ein paar gemauerte Serpentinen hoch, zieht hinein ins grüne Tal (»Rau de la Combe« auf der IGN Karte), quert die Talachse und steigt im Zickzack am anderen Hang hoch zu den Ruinen des Mas de l’Arboussier (307 m). Dort auf breitem Weg kurz ost, dann nordwärts zu einem Steinmann mitten auf dem Weg – nicht geradeaus weiter, sondern links abzweigen.

Der Weg führt Höhe haltend über Vorsprünge und Einbuchtungen, zuletzt auf einem breiten Band zwischen Felswänden im Cirque de la Balaïssade zur Beaume de l’Olivier (ca. 300 m). Die »Einsiedelei des Ölbaums« befindet sich in der oberen Wand, und in eine danebenliegende, rissartige Höhle kann man hineinklettern. Anschließend setzen wir unsere Tour in südlicher Richtung fort – eine schöne Höhenwanderung mit kleineren und größeren Zwischenabstiegen. Der Weg mündet in den GR 74, der von der Ermitage Notre-Dame de Belle-Grâce herabkommt. Auf ihm in den Sattel nordwestlich der Burg; auf einem Weg, der unterhalb der Gratschneide in der Ostflanke verläuft, zum Château du Géant (244 m). Es kann sein, dass der eigentliche Zugang in die Burg wegen Steinschlaggefahr gesperrt ist. Zurück zum Sattel und GR 74; auf dem breiten gepflasterten Weg in Serpentinen hinab, durch den Torbogen und hinab nach St-Guilhem-le-Désert auf den Platz vor der Kirche mit der riesigen Platane.

Tourenüberblick:

Tourentipps, Unterkünfte und sonstige interessante Orte:

Karten:

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Quelle: Bergverlag Rother

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