Wandertour – Zum Ursprung des Vénéon (2163m)

Aus dem Rother Wanderbuch “Dauphiné Ost” von Iris Kürschner, © Bergverlag Rother

Wandertour

Zum Ursprung des Vénéon (2163m)

Rundtour unter dem südlichsten Viertausender der Alpen

La Bérarde, das hinterste, nur im Sommer bewohnte Dorf im Vénéon-Tal, schreibt Alpin-Geschichte. Von hier aus sind viele Erstbesteigungen zu den umliegenden Bergmajestäten gestartet worden. In jüngster Zeit sind es immer mehr auch Wanderer, die das Hochgebirgsidyll suchen. Die leichte Talwanderung zum Ursprung des Vénéon bietet aufregende Gebirgsszenerien, glasklare Wildbäche und üppige Alpenflora. Auf dem Hinweg bestaunt man die zerrissene Eiswelt des Glacier de la Pilatte und der Rückweg beschert Ausblicke auf die vergletscherte Südwestfront der Barre des í‰crins, des südlichsten Viertausenders der Alpen.

Glacier de la Pilatte

Blick vom Rifugio de la Pilatte zum Pilattegletscher – Foto: www.images-et-reves.com

Talorte:
Bourg d’Oisans

Ausgangspunkt:
La Bérarde, 1713 m, letzter Weiler im Haut-Vénéon, 29 km von Bourg d’Oisans.

Höhenunterschied/Gehzeit:
450 m / 4h 35min

Anforderungen/Wegbeschaffenheit:
Geringe Höhendifferenz, jedoch lange Tour

Einkehrmöglichkeiten/Unterkünfte:
Refuge du Carrelet; Gí®te Le Plan du Lac; Gí®te de Séjour Le Champ de Pin; Hotel Tairraz; Camping

Beste Jahreszeit:
Juni bis Oktober, am schönsten zur klaren Sicht des Herbstes.

Variante:
Von der Vénéon-Brücke sind es nur mehr 45 Minuten (allerdings mit kräftigem Anstieg) bis zum Refuge de la Pilatte, das direkt über dem Gletscher thront und fantastische Stimmungsmomente bietet.

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Wegverlauf:
Vom östlichen Dorfende von La Bérarde (1713 m) folgt man dem breiten Wanderweg am rechten Ufer des Vénéon, der nur mäßig ansteigend am Schnittpunkt zweier Täler das Refuge du Carrelet (1909 m) erreicht. Mit gewaltigen Ausblicken auf den L’Ailefroide (3954 m) setzt sich die Route durch den Talgrund nach Südosten fort. Die Abzweigung zum Refuge Temple í‰crins wird ignoriert, um dem eindrücklichen Talschluss weiter entgegenzuschreiten. Dort glitzert die breite Front des Glacier de la Pilatte zwischen steilen Gebirgsflanken.

Glacier de la Pilatte

Pilattesgletscher – Foto: Christophe en Oisans

Diesem Gletscher entspringt der Vénéon, der rechter Hand so munter zu Tale sprudelt. Nach einigen Seitenbächen erreicht man schließlich die Brücke über den Vénéon-Bach (2163 m) und verlässt gleich nach der Überquerung den Hüttenweg zum Refuge de la Pilatte nach rechts. Ein Höhenweg zieht, nun über dem linken Ufer, nach Norden zurück. Auf halber Strecke kann das Chardon-Tal in weitem Bogen ausgeschritten werden oder man kürzt ab, indem man gleich zu Beginn des Taleinschnitts nach rechts in den Talgrund absteigt, kurz dem linken Vénéon-Ufer folgt und über eine Brücke wieder auf den Hinweg stößt, der einen links zurück nach La Bérarde führt.

Tourenüberblick:

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Quelle: Bergverlag Rother

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