Wandertour – Monte San Salvatore (1912m)

Aus dem Rother Wanderführer “Sizilien” von Dorothee Sänger / Michael Gahr, © Bergverlag Rother

Wandertour

Monte San Salvatore (1912 m)

Vorbei an endemischen Tannen zum zweithöchsten Punkt der Madonie

Auf dieser ausgedehnten Wanderung präsentiert sich die Madonie von ihrer typischen Seite: Auf den abgerundeten Hügelkuppen wechseln sich kahle, verkarstete Hänge wie ein Flickenteppich mit dichtem grünen Wald ab und es erstrecken sich Bergketten mit markanten Felszacken. Zudem begegnet man als Rarität einigen der endemischen, unter Naturschutz stehenden Nebrodi-Tannen, »Abies Nebrodiensis«, deren botanischer Name darauf zurückgeht, dass die Madonie-Berge früher zu den Nebrodi zählten. Der Gipfel des Monte San Salvatore ganz im Süden der Madonie bietet einen weitreichenden Rundblick, im Norden blicken wir fast in Augenhöhe über die Hochflächen des Pizzo-Carbonara-Stockes.

Ausgangspunkt:
Eisentor der Forstverwaltung an der SP 119. Autoanfahrt: Auf der SP 119 von Polizzi Generosa Richtung Portella Colla und 8,5 km nach Polizzi Generosa an einem grünen Eisentor und Naturparkschild »Localita Quacella« auf der rechten Seite parken (von der Portella Colla kommend sind es 3,3 km).

Höhenunterschied/Gehzeit:
860 m / 5h 50min

Anforderungen/Wegbeschaffenheit:
Recht lange Wanderung, fast durchgehend auf deutlichen markierten Wegen, nur Auf- und Abstieg vom Gipfel auf undeutlichen Pfaden.

Einkehrmöglichkeiten:
Keine.

Tipp:
Zwischen 1. und 15. August finden Prozessionen zu der dann geöffneten Wallfahrtskirche Santuario Madonna dell’Alto statt.

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Wegverlauf:
Hinter dem Eisentor an der Contrada Quacella beginnt die Tour auf dem Forstweg, der nach links ein Stück parallel zur Straße hinaufführt. Nach einer Rechtskehre haben wir bald freie Sicht über die bizarren Felsformationen der Bergkette, an deren Fuß wir entlangwandern. Der breite Weg führt mit beeindruckenden Tiefblicken durch das zerklüftete Tal Madonna degli Angeli auf das Dörfchen Polizzi Generosa um die Bergkette herum. In einer Linkskehre verlassen wir den Schotterweg in Richtung des Wanderwegweisers Nr. 16 »Sentiero Abies« etc. geradeaus über einen Holzsteg. Auf dem schön angelegten, mit einem Holzgeländer gesicherten Pfad queren wir den Bachgrund nach rechts und folgen dem breiteren Pfad. Vor einem Gatter kommen wir zur ersten eingezäunten endemischen Nebrodi-Tanne und steigen links um den Zaun herum in Serpentinen weiter aufwärts, nunmehr durch lichten Laubwald. Wir queren einen weiteren Talgrund, kommen an den Nebrodi-Tannen 16+17 vorbei und gewinnen in weiten Serpentinen durch den Buchenwald an Höhe. Schließlich stoßen wir auf einen den Hang querenden Weg; rechts geht es nach Polizzi Generosa, wir folgen weiter dem Weg Nr. 16 Richtung »Piano Grande« nach links. Unser Pfad quert einen mit Kalksteinen übersäten Hang – auch hier rechts oben eine Nebrodi- Tanne – und führt durch einen kleinen Wald. Schließlich kommen wir über Grasmatten mit einem Fahrweg aus einem Wald heraus und wandern auf den offenen Karsthängen über eine flache Hangschulter. An einem Rechtsabzweig geradeaus vorbei treffen wir im Wald wieder auf einen Forstweg. Wir gehen hier rechts (links unser späterer Rückweg ) und am folgenden Abzweig wieder rechts (Weg Nr. 3 »Piano Grande«) auf dem Forstweg durch einen Zaun.

Mit der teils betonierten Fahrspur erreichen wir bergauf eine freie Hoch fläche Piano Grande und kommen in einem weiten Linksbogen an eine beschilderte Weggabelung. Wir nehmen den linken Ast durch eine Schranke, nunmehr auf dem Weg Nr. 3a Richtung »Monte San Salvatore«. Wir halten auf eine mit Antennen bestandene Kuppe zu und bleiben nach zwei Serpentinenkehren an einem Rechtsabzweig auf dem Hauptweg geradeaus. Der Weg beschreibt einen scharfen Rechtsbogen. Kurz vor fünf dünnen Antennenstäben verlassen wir den breiten Weg im spitzen Winkel nach links, passieren eine eingezäunte Gittermastantenne rechts und sehen nunmehr unser Gipfelziel mit einem Betonpfosten vor uns. Von hier suchen wir einen Weg über den Bergrücken, steigen auf der rechten Hangseite durch einen letzten mit Zwergbuchen bestandenen Sattel und weiter geradeaus auf dem Kamm zum Gipfel des Monte San Salvatore hinauf. Im Süden können wir am Ende eines kurzen Bergrückens unser nächstes Ziel, die Kirche Madonna dell’Alto, ausmachen. Wir genießen den Rundumblick, im Westen über das gesamte Himera-Tal hinweg.

Der Weiterweg führt auf der Aufstiegsroute wieder zurück in den Zwergbuchensattel und dort dann links auf einem Pfad in Serpentinen steil abwärts durch den von Geröllfeldern durchsetzten Buchenwald. Der Pfad mündet an einer Kettenabsperrung in einen Forstweg. Hier links an einem Brunnen vorbei gelangen wir auf den Kammweg, der uns rechts zu der kleinen Gedächtniskirche Santuario Madonna dell’Alto bringt.

Wir kehren auf gleichem Weg zum Brunnen im Sattel zurück und setzen unsere Wanderung auf dem Forstweg durch die Kettenabsperrung nach links fort. An einer beschilderten Verzweigung gehen wir rechts und nun wieder auf den Piano Grande zu. Wir kommen aus dem Wald heraus und wandern entlang spärlich bewachsener Karsthügel. In einer Rechtskehre des Fahrweges können wir nach links einen Abstecher über einen den Hang abwärts querenden Pfad bis zum Endpunkt des vor uns liegenden Bergrückens, dem M. Pepe, unternehmen, das letzte Stück ist weglos. Dort haben wir einen schönen Ausblick auf Polizzi Generosa und das Himera-Tal, außerdem gibt es hier eine weitere Nebrodi-Tanne aus der Nähe zu betrachten.

Wieder zurück an der Rechtskehre wandern wir weiter aufwärts, treffen an der Abzweigung mit der Schranke (»Piano Grande«) auf den Hinweg und gehen hier links. Über den betonbefestigten Forstweg gelangen wir wieder durch den Zaun und schließlich links hinunter bis zum Abzweig unseres Hinweges, den wir von links gekommen sind. Hier halten wir uns geradeaus und wandern vorbei am Rifugio forestale auf der breiten Kiesstraße, eingerahmt von zackigen Felsen, mit dem Talgrund zur Linken bequem abwärts. Im Bereich einiger Serpentinen kommen wir am Holzsteg, über den links der Hinweg abzweigte, vorbei und gelangen auf dem bekannten Fahrweg bergab durch Wald zum Ausgangspunkt am Eisentor zurück.

Tourenüberblick:

Die GPX-Daten wurden auf Grundlage der geprüften GPX-Daten

des Rother Wanderführer “Sizilien” erstellt.

Mit freundlicher Genehmigung des Bergverlag Rother.

Rother Wanderfuehrer - Sizilien

Foto: Bergverlag Rother

 

Karten:

– Welche Wanderkarten gibt es für diese Wandertour? Bitte hinterlasst einen Kommentar. Vielen Dank! 🙂

Tourentipps, Unterkünfte und sonstige interessante Orte:

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