Wandertour – Val do Río Pequeno

Aus dem Rother Wanderführer “Galicien” von Cordula Rabe, © Bergverlag Rother

Wandertour

Val do Río Pequeno

Kleiner Fluss, großes Naturerlebnis

Der Río Pequeno (sp. Río Pequeño, Kleiner Fluss) ist in der Tat eher ein munterer Bach denn ein Fluss, dennoch hat er sich ein recht ansehnliches Tal geschaffen. Herrlicher, in kurzen Abschnitten fast dschungelartig anmutender Wald und idyllische Weiden säumen seinen Weg hinunter nach Seoane do Courel. Wir folgen ihm flussaufwärts, verlassen ihn oberhalb von Paderne und steigen, teils mit schönen Fernsichten, durch Wald mit uralten knorrigen Edelkastanienbäumen und Steineichen bergan und gehen wieder hinunter nach Seoane.

Ausgangspunkt:
Seoane do Courel (640 m). Parken nahe dem Supermarkt am nordwestlichen Ortsanfang (Parkplatz vor dem Supermarkt nur für Kunden).

Höhenunterschied/Gehzeit:
630 m / 4h 30min

Markierungen:
Schilder, gelb-weiße Markierung. Vorwiegend gut markiert.

Anforderungen/Wegbeschaffenheit:
Vorwiegend unbefestigte Forststraßen, lediglich einige wenige Abschnitte auf guten, in der Regel nur kurz unbequemen steinigen und/oder steilen Pfaden. Recht viel Schatten in schönen Wäldern.

Einkehrmöglichkeiten:
Seoane do Courel, dort auch Bank und Supermarkt.

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Wegverlauf:
Vom Supermarkt in Seoane do Courel gehen wir in Richtung Ortsausgang und gleich rechts in den Feldweg (Schild: »Paderne 4,6 km«). Bei der Gabelung nach knapp 300 m halten wir uns links und beginnen auf einem schattigen und welligen Weg den Aufstieg ins Tal des Río Pequeno. Nach etwa 20 Min. passieren wir recht neue, dem lokalen Baustil angepasste Ferienappartements. Bei der Kreuzung kurz danach gehen wir links bergab zum Bach Carrozo da Bica (knapp 30 Min.). Links stehen die Cabanas dos Carballois, alte Steinhäuschen. Wir wandern geradeaus bergan an weiteren Häuschen vorbei. Beim Bächlein Carrozo do Arroxo (10 Min.) folgen wir nach rechts dem breiten, recht steil ansteigenden Forstweg. Bei der folgenden Gabel orientieren wir uns wieder links bergab und gelangen dem Hauptweg folgend zum Rego de Bois (gut 15 Min.). Der Weg verläuft kurz eben, bei der Gabelung halten wir uns rechts und folgen dem Hauptweg zunächst nach Süden, dann schwenkt er nach rechts und beschreibt schließlich eine markante Rechtskurve (10 Min.). Hier schlagen wir den Pfad geradeaus ein. Das Tal wird immer enger, eventuell liegen umgestürzte Bäume am Weg, der sich immer mehr dem Río Pequeno nähert und ihn nach einem Steg über einen Seitenbach ganz erreicht (10 Min.). Im nun fast dschungelartig wuchernden Wald zieht der Anstieg nach Paderne (20 Min.) merklich an.

Bei der Gabelung (Laterne) am Ortsanfang gehen wir links, bei der folgenden (ebenfalls Laterne) auch und wandern am unteren Rand des Bauerndorfes entlang. Bei der Gabelung am Ortsende halten wir uns rechts und beim Schild »Mercurín 6,1 km« links. Auf dem Feldweg überqueren wir ein letztes Mal den Río Pequeno und gelangen bergauf zu einer Kreuzung (knapp 15 Min.). Wir biegen scharf links ab (Schild »Castro de Brigo 3,5 km«) und wandern kurz an-, dann absteigend aus dem Tal hinaus. Unten, nach einem kurz ebenen Stück, geht es bei der Gabel rechts bergan und auf einem breiten Waldweg durch einen malerischen Wald uralter Edelkastanienbäume.

Danach öffnet sich der Blick nach links ins Tal, während der Weg nach rechts in das Seitental des Rego do Teixedo schwenkt und wieder eben verläuft. Bei der Gabelung (links ein Gatter) gehen wir rechts weiter und steigen auf dem felsigen Pfad bergan. Bald überzieht vorwiegend Farn den Hang. Oben angelangt schwenkt der Weg erneut nach Süden und fällt in das Seitental des Rego do Pedregal ab. Am Ende steigen wir bergan zum Abzweig nach links zum Castro de Brigo (1.15 Std.). Die alte Keltensiedlung ist zwar nicht zu erkennen, doch auf der felsigen Kuppe findet sich zwischen Steineichen eventuell ein schöner und aussichtsreicher Rastplatz (gut 5 Min. einfach, knapp 50 Hm).

Wieder am Abzweig orientieren wir uns geradeaus in Richtung »Mercurín 2 km«. Der bald bergab durch Wald führende Weg ist anfangs etwas steinig und eventuell auch nass. Gleich am Anfang des Weilers Mercurín (gut 30 Min.) gehen wir links, am Waschplatz vorbei und noch zweimal links (auf Schilder achten). Nach dem Weiler nimmt uns wieder ein schöner Weg durch Kastanienwald auf. Nach einem leichten Abstieg gewinnt der Weg wieder an Höhe und schwenkt nach links, in eine offenere, mit locker stehenden Steineichen fast mediterrane Landschaft. Dann geht es auf einem steinigen Pfad bergab und unten geradeaus zum Zusammenfluss von Río Lor (knapp 45 Min.) und Río Pequeno. Geradeaus und nach der alten Eisenschmelzerei (Ferrería Nova) nach links oben gelangen wir in einem letzten strammen Anstieg von rund 100 Hm in etwa 15 Min. wieder hinauf nach Seoane do Courel und an der Hauptstraße nach links zurück zum Ausgangspunkt.

Tourenüberblick:

Die GPX-Daten wurden auf Grundlage der geprüften GPX-Daten

des Rother Wanderführer “Galicien” erstellt.

Mit freundlicher Genehmigung des Bergverlag Rother.

Rother Wanderfuehrer - Galicien

Foto: Bergverlag Rother

Karten:

Tourentipps, Unterkünfte und sonstige interessante Orte:

 

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