Wandertour – Über den Plasseggenpass nach Graubünden

Aus dem Rother Wanderführer “Montafon” von Herbert Mayr, © Bergverlag Rother

Wandertour

Über den Plasseggenpass nach Graubünden

Rund um Weißplatte und Scheienfluh

Auf der spannenden Zweiländertour rund um die beiden monströsen Kalkfestungen Weißplatte und Scheienfluh erleben wir sowohl einen Abschnitt des Rätikon-Höhenwegs Nord als auch des Rätikon-Höhenwegs Süd.

Ausgangspunkt:
Tilisunahütte (2208 m Anstieg und Gehzeiten von Tschagguns aus), Übernachtungsmöglichkeit.

Höhenunterschied/Gehzeit:
680 m / 5h

Anforderungen/Wegbeschaffenheit:
Gut bezeichnete Pfade und Steige, kurzer Alpweg. Mäßige Steigungen mit steilen Aufschwüngen. Achtsamkeit bei Nebel! Grenzübertritt.

Einkehrmöglichkeiten:
In Partnun-Stafel.

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Wegverlauf:
Der Wegweiser »Grubenpass« lenkt an der Tilisunahütte auf den Rätikon-Höhenweg Nord, einen gemütlichen Pfad, der durch eine Mulde zu einem Seelein leitet. Bald nach der dortigen Gabelung überschreiten wir den Grubenpass (2232 m). Über Alpweiden geht’s zwischen dem kristallinen Platinakopf und der karstigen Weißplatte in leichtem Auf und Ab an weiteren winzigen Seen vorbei durchs Tilisunatäli zum Plasseggenpass (2354 m) an der Grenze nach Graubünden. Abermals stehen sich zwei Gesichter gegenüber, die unterschiedlichen geologischen Formationen angehören: die Sarotlaspitze und die Scheienfluh.

Eine Verbindung zum Rätikon-Höhenweg-Süd führt über die Weiden von Plasseggen, Bachrinnen querend, sanft talwärts. Wenige Steigkehren bringen uns durch die Engi, einen steilen Graben. Schließlich begleitet uns der Tällibach zum Maisäß-Dörfchen Partnun-Stafel (1763 m) im hintersten St.-Antönier-Tal. Dort stößt die Route auf den Großen Walserweg von Klosters zur Garschinahütte. Wie ein gigantischer Schutzwall bauen sich die leuchtenden Kalkwände der Weißplatte und Scheienfluh über der typischen Walser Streusiedlung auf.

Auf einem Alpweg, später auf einem Pfad, spaziert man, zur Linken die gewaltigen Sulzfluhabstürze, am Schanielabach durch das beweidete Hochtal hinauf zum Partnunsee (1869 m). Für den wenig anstrengenden Weiterweg übers Tilisunafürkele (2230 m) an der Vorarlberger Grenze wählt man an der Kreuzung namens Tritt in Richtung Lindauer Hütte vorzugsweise den abkürzenden Steig mit ein paar steilen Aufschwüngen zur Tilisunahütte. Dieser begeistert mit der eigenwilligen, blumen- und dolinengeschmückten Karstlandschaft der Gruben, über uns die Sulzfluhhöhlen.

Tourenüberblick:

Tourentipps, Unterkünfte und sonstige interessante Orte:

Karten:

– Freytag Berndt Wanderkarte (Blatt WK 374) – Montafon, Silvretta, Hochalpenstrasse, Schruns, Tschagguns, Piz Buin (Maßstab: 1:50.000)
– Freytag Berndt Wanderkarte (Blatt WK 5374) – Brandnertal, Nenzinger Himmel, Rätikon (Maßstab: 1:35.000)
– Swisstopo Wanderkarte (Blatt 238T) – Montafon (Maßstab: 1:25.000)
– Kompasskarte (Blatt 032) – Montafon (Maßstab: 1:25.000)

Diese und weitere interessante Wandertouren finden Sie in dem Wanderführer “Montafon” vom Bergverlag Rother.

Quelle: Bergverlag Rother

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