Osttirol – In den 5 Osttiroler Bergsteigerdörfern die wahre Leidenschaft entdecken…

Osttirol –

In den 5 Osttiroler Bergsteigerdörfern

die wahre Leidenschaft entdecken…

Es ist müßig darüber zu diskutieren, ob sie die Entwicklung einst verschlafen haben oder ob sie wirklich schon immer trotz steil aufragender Felsriesen rundum den weitesten Horizont hatten. Während andernorts jedenfalls die Erschließung der Bergwelt im Vordergrund stand, geschah in vielen Dörfern Osttirols erst einmal nichts. Feriengäste kamen, man bot ihnen das Fremdenzimmer und wer auf den Berg hinauf wollte, musste halt laufen. Das ist im Villgratental und mit kleinen Einschränkungen im Tiroler Gailtal noch heute so. Nur, dass man in Zeiten des sanften Tourismus hier inzwischen weit voraus ist. Kartitsch, Obertilliach, Untertilliach, Außervillgraten und Innervillgraten sind die Namen der Orte, die durch besondere Ursprünglichkeit und Authentizität punkten. Und die genau deswegen vom österreichischen Alpenverein als „Bergsteigerdörfer“ ausgezeichnet wurden.

Osttirol - Obertilliach

Obertilliach – Osttirol Werbung

 

Insgesamt gibt es 18 Bergsteigerdörfer in Österreich, wir in Osttirol haben allein fünf“, sagt Arthur Bucher vom Tourismusverband Osttirol. Vielleicht hätte es sich auch einfach nicht gelohnt, in großem Maßstab Lifte und Hotelkomplexe zu bauen, da die Deutschen sowieso in Nordtirol hängen bleiben würden, weil’s näher ist. „Und wer fährt schon weiter?“, fragt der Experte, der selbst lieber in seinen Karnischen Alpen vor der Haustür unterwegs ist als in der Karibik. Sei’s drum: Osttirol hat österreichweit die meisten Bergsteigerdörfer, mit anderen Worten die größte Authentizität und genau das, was heute nachhaltige Tourismuskonzepte ebenso fordern wie anspruchsvolle Gäste auf der Suche nach dem echten, unverfälschten Urlaubserlebnis.

Osttirol - Kartitsch

Kartitsch – Foto: Osttirol Werbung

 

Beginnen wir mit Kartitsch. Einem Dorf mit drei Ortsteilen, das sich über sechs Kilometer auf einer Höhe von 1500 Metern im Tiroler Gailtal erstreckt. Und in dem die 980 Einwohner im Angesicht des Großen Kinigat (2.689 m) ihren Alltag meistern. „Wir selbst brauchen nur etwa zwei Stunden, auch wenn der Weg durchs Schöntal hinauf zu unserem Hausberg mit 3,5 Stunden ausgewiesen ist“, sagt Arthur Bucher und hat schon die Filmoor-Standschützenhütte und die deftige Jause vor seinem geistigen Auge. „Man ist direkt unter dem Berg, schaut hinauf zur Königswand und freut sich auf den Klettersteig zum Gipfel“, sagt er.

Osttirol - Kinigatkreuz

Kinigatkreuz – Foto: Ostirol Werbung / Goller

 

Der Große Kinigat ist Teil des Karnischen Höhenwegs, der von Osttirol über 155 Kilometer bis nach Italien führt. Und der im 1. Weltkrieg heiß umkämpft war. „Kaum vorstellbar, was sich damals hier abspielte“, sagt Bucher und ist ein wenig stolz, dass heute ein Friedenskreuz auf dem Großen Kinigat für ein geeintes Europa steht.

Osttirol - Kinigat vom Klettersteig

Kinigat vom Klettersteig – Foto: Osttirol Werbung / Goller

 

Einen solch historisch bedeutsamen Ausblick genießen weder die 240 Nachbarn in Untertilliach noch die 700 Obertilliacher. Bei ihnen schauen Eggenkofel (2.581 m) beziehungsweise Porze (2.589 m) zum Wohnzimmer hinein. Und wer ein paar Schritte geht, ist schnell am Golzentipp, einem der schönsten Panoramaberge in ganz Osttirol. Die Sicht reicht von den Hohen Tauern und der Schobergruppe über die Lienzer Dolomiten und die Karnischen Alpen bis hin zu den Sextener Dolomiten und weit ins Pustertal.

Osttirol - Rauchkofel mit Schobergruppe

Rauchkofel mit Schobergruppe – Foto: Osttirol Werbung

 

Wie in allen Bergsteigerdörfern gibt’s die besten Wandertipps gratis beim Vermieter. In speziellen Partnerbetrieben, die sich 100-prozentig auf die Bedürfnisse der Alpinisten eingestellt haben, wird sogar schon morgens um vier Uhr Frühstück serviert, wenn die Gäste zeitig zum Gipfelsturm aufbrechen möchten. Geführte Touren, Beratung in Ausrüstungsfragen, gute Busverbindungen vor Ort – all das ist für ein Bergsteigerdorf ebenso selbstverständlich wie die unverfälschte Heimatfilm-Kulisse und die Orientierung an der Alpenkonvention, die dem sanften Tourismus die Richtung vorgibt.

Osttirol - Lienzer Dolomiten

Lienzer Dolomiten – Foto: TVB Lienz

 

Während sich die Holzhäuser in Obertilliach, wo der komplette Ortskern unter Denkmalschutz steht, so dicht aneinander drängen, dass sich die Dächer fast berühren, haben die rund 2000 Menschen im Villgratental viel Platz ums Haus. Prächtige Höfe sprenkeln die Bilderbuchlandschaft in Außer- und Innervillgraten. Weit und breit kein Lift in Sicht. Das einzige Tal Österreichs, das sich noch nicht einmal ansatzweise auf den Skizirkus eingelassen hat und das heute als absolutes Traumrevier für Tourengeher gilt, trumpft sommers wie winters mit dem Herz Ass. Denn aus der Luft betrachtet ist es ein Herz, das die 50 imposanten Gipfel rund um das Villgratental bilden. Die Bergwanderung ist in sechs Tagesetappen eingeteilt, wobei Geübte von Gipfel zu Gipfel gehen und gemütlichere Zeitgenossen die leichte Variante wählen. Seit dieser Saison punktet das Herz Ass übrigens mit neuer Beschilderung und neuen Angeboten für Gäste. Denn ein Bergsteigerdorf zu sein, bedeutet nicht Stillstand, sondern eine kontinuierliche Entwicklung – sanft und in die richtige Richtung.

Osttirol - Tilliach

Tilliach – Foto: Osttirol Werbung

 

Besonderer Tipp:
Die Osttirol Card für 46 bzw. 22 Euro (Kinder) bündelt 21 Freizeitangebote. Sieben Tage lang können Gäste die Bergbahnen sowie die Sommerrodelbahn Osttirodler gratis nutzen und haben freien Eintritt in Wildpark, Schwimmbäder und Museen.

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Tourentipps, Unterkünfte und sonstige interessante Orte:

 

Quelle: Osttirol Werbung

Schöne Bergtouren Team

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