Teneriffa – Aktivurlaub auf der Vulkaninsel im Atlantik…

Teneriffa  –

Aktivurlaub auf der Vulkaninsel im Atlantik…

Erster Teil unserer Reise nach Teneriffa

Urlaub auf den kanarischen Inseln, präziser gesagt Wandern auf Teneriffa lockte mich bei diesem wechselhaften Aprilwetter aus Deutschland fort. Nur knappe 5 Stunden Flugzeit von Berlin entfernt erwarteten mich ein warmes, angenehmes Klima, viel Sonne und der Atlantik. Willkommen auf Teneriffa mit seinen vielen Möglichkeiten für einen Aktivurlaub, auch jenseits der Hotelburgen, der morgendlichen Rituale der Sonnenliegen-Handtuchbesetzer und der Kämpfe an den Buffets der All Inclusive Resorts.

Teneriffa - Abstieg von Alto Teno

Beim Abstieg von Alto Teno – Foto: Mario Hübner

 

Auf der Größten der kanarischen Inseln interessierten mich die Berge, der Vulkan Teide, die Nationalparks, das lokale Essen, das Wandern, Seekajak fahren, Gleitschirm fliegen und andere Outdooraktivitäten, wo Teneriffa eine reichhaltige Auswahl bietet. Nicht umsonst nennen Sie ihr Aktivurlaubsangebot „Tenerife No Limits – Du bestimmst dein Limit“. Ich würde dem Nachgehen und einige der Outdooraktivitäten auf der Vulkaninsel ausprobieren.

Teneriffa - Hotel Melia Hacienda del Conde

Im Hotel Melia Hacienda del Conde in Buenavista del Norte – Foto: Mario Hübner

 

Der Gipfel des Vulkans Teide ragte aus den Wolken hervor, als sich der Flieger langsam dem Flughafen Teneriffa Süd näherte. Die Maschine war halb leer und von hinten kam beim Aufsetzen der Maschine der leichte Applaus von einigen Urlaubern. Das Wetter auf Teneriffa war wohlig warm, die Sonne strahlte am blauen Himmel, genau dass was ich nach dem kühlen Wetter in Deutschland benötigte. Vom Flughafen Teneriffa Süd ging es per Transfer in den Nordwesten der Insel nach Buenavista del Norte. Die kurvenreiche Fahrt gab einen guten ersten Einblick in die Landschaften auf Teneriffa.

Teneriffa - Hotel Melia Hacienda del Conde

Geräumiges Zimmer im Teneriffa – Hotel Melia Hacienda del Conde in Buenavista del Norte – Foto: Mario Hübner

 

Am Fuße des Teno Gebirges liegt Buenavista del Norte, das letzte Dorf im Norden von Teneriffa. Meine Blicke schweiften über die kleinen Häuser mit den Ziegeldächern, den Kirchturm und die vielen Bananenbäume ringsum. Einige Minuten später erreichte der Transferbus das Hotel Meliá Hacienda del Conde. Eine schlichte, weiße Fassade im kanarischen Kolonialstil begrüßt den Gast und verwehrt die Blicke auf eine geräumige, luxuriöse Ferienanlage, welche nur den Erwachsenen vorbehalten ist.

 

Teneriffa - Kirche in Buenavista del Norte

Kirche Nuestra Señora de Los Remedios in Buenavista del Norte – Foto: Mario Hübner

 

Während die Dame von der Rezeption die Formalitäten erledigte, wanderte ich hinaus auf die Sonnenterasse und war beeindruckt von der wunderschönen Aussicht auf grüne Wiesen und den blauen Ozean. Ich hatte mich vorher extra nicht mit den Unterkünften beschäftigt und war sichtlich überrascht. Von der Rezeption erstreckt sich das Hotel über 6 Ebenen den Hang hinunter. Mehrere Poolanlagen mit Meerblick, Sonnenterassen, Bäume, Sträucher, verwinkelte Ecken bieten den Gästen genügend Stellen zum Relaxen und Wohlfühlen.

Teneriffa - Wanderweg an der Kueste

Teneriffa – Wanderweg an der Küste von Buenavista del Norte – Foto: Mario Hübner

 

Nicht ganz ohne Schwierigkeiten fand ich mein Zimmer in der zweiten Ebene. Sehr geräumig, mit Balkon und Blick auf den davorliegenden Golfplatz und Ozean. Nur das riesige Auffangnetz, welches das Einschlagen von Golfbällen ins Hotels verhindern soll, störte etwas die Sicht. Man blickte wie durch einen großen Fliegengitter hindurch. Nach kurzer Erfrischung und dem obligatorischen Auspacken, war ich schon wieder unterwegs um die Umgebung zu entdecken. Auf einer Sonnenliege konnte ich es mir auch noch später bequem machen.

Teneriffa - Hotel Melia Hacienda del Conde

Blick zum Hotel Melia Hacienda del Conde in Buenavista del Norte – Foto: Mario Hübner

 

Buenavista del Norte ist ein kleines Dorf mit einem historischen Stadtkern von Häusern aus dem 16. und 17. Jahrhundert um die Kirche Nuestra Señora de Los Remedios. Vereinzelte Bars und Cafés laden zum Verweilen ein, während die Einheimischen am Platz vor der Kirche sitzen und die Touristen beäugen. Vom Mittelpunkt in Buenavista del Norte wanderte ich hinunter zum Ozean. Zwischen Bananenplantagen ging es immer weiter hinunter bis ich die Steilküste erreichte.

Teneriffa - Fischer an der Kueste

Fischer an der Küste von Buenavista del Norte – Foto: Mario Hübner

 

Ich folgte dem ausgewiesenen Weg entlang der Küste und erreichte bald die Grenzen von Buenavista Golf. Durch kleine Schilder wird man vor möglichen Einschlägen der kleinen Geschosse gewarnt. Auf den Klippen weiter unten entdeckte ich den einen oder anderen Fischer. Kurze Zeit später gelangte ich an ein öffentliches Schwimmbad und Restaurant an der Küste. Auf einem der Felsen lließ ich mich nieder und schaute dem Treiben der Fischer und wenigen Touristen zu.

Teneriffa - Hotel Melia Hacienda del Conde

Das Hotel Melia Hacienda del Conde mit dem Grün des Buenavista Golf Platzes davor – Foto: Mario Hübner

 

Anschließend schlenderte ich in der Abendsonne zurück zum Hotel und genoß das Panorama auf einer der Terrassen bis zum Abendessen. Der Abend begann mit einem kleinen Empfang, wo sich unsere Reisegruppe kennenlernte, wurde begleitet von einem wohlschmeckenden Abendmenü und klang in der lauen Abendluft auf der Hotelterrasse aus, während im Ozean die Sonne unterging.

Teneriffa - Hotel Melia Hacienda del Conde

Eine der Poolanlagen im Hotel Melia Hacienda del Conde – Foto: Mario Hübner

 

El Salto del Pastor – Der Hirtensprung
In der Nacht hatte es stark geregnet und die Luft war in der Nacht belebend. Zwei Makel musste ich in meinem Hotelzimmer bemerken. Die Hellhörigkeit, wenn jemand draußen auf dem Flur entlangging und das um 7 Uhr morgens die ersten Rasenmäher über den Golfplatz fuhren. Das erste Manko ließe sich leicht durch eine Zwischentür im Flur meines Hotelzimmers lösen. Beim Zweiten fiel mir nur ein alter Spruch wieder ein: Spielst Du schon Golf oder hast du noch Sex?

 

Teneriffa - Wegweiser

Wegweiser am Aussichtspunkt Mirador Altos de Baracán – Foto: Mario Hübner

 

Heute würden wir im Teno Gebirge auf Teneriffa wandern, begleitet von Miguel Antunes vom lokalen Anbieter „El Cardón“ aus Buenavista del Norte. Nach dem Frühstück fuhr unsere Gruppe per Bus hinauf ins Teno Gebirge, zum Pass und Aussichtspunkt „Mirador Altos de Baracán“, an der Straße zwischen Las Portelas und Masca. Auf dem Kammweg des Cumbre de Baracán führte uns diese Wanderung mit schönen Ausblicken auf die Nord- und Südseite des Gebirges entlang.

Teneriffa - Cumbre de Baracan

Aussicht vom Cumbre de Baracán – Foto: Mario Hübner

 

Was der Gartenfreund sonst in kleiner Ausgabe in seinem Steingarten pflegt, wächst hier in allerlei größeren Format. Nach einiger Zeit kamen wir in Las Siete bei einem Speicherbecken vorbei und stiegen weiter hinab in Richtung Los Bailaderos. Das Wetter sah wechselhaft aus und so legten wir auf der Ebene Teno Alto im Dorf bei der Bar Los Bailadero unsere Picknickpause ein. Einige von uns gönnten sich hier einen Espresso, erwarben Oregano oder Ziegenkäse.

Teneriffa - Pflanzen

Irgendwie sieht das etwas größer aus, als im heimischen Steingarten – Foto: Mario Hübner

 

Der Wind frischte auf und bald waren wir auf einer kleinen Asphaltstraße unterwegs in Richtung Küste. Von nun an ging es nur noch bergab bis zum Ozean. Wir passierten kleinere Häuser und in einer kleinen Schlucht sahen wir auf der anderen Seite zwischen den Felsen einen Hirten. Unser Guide Miguel hatte für uns ein kleines Treffen organisiert, um uns den Volksport Salto del Pastor (Hirtensprung) näher zu bringen.

Teneriffa - Guide Miguel Antunes

Unser Guide Miguel Antunes vom lokalen Anbieter „El Cardón“ aus Buenavista del Norte – Foto: Mario Hübner

 

Der Hirte hatte einen langen Holzstab mit Metallspitze, welcher früher als Hilfsmittel dazu diente um steil abfallendes Gelände und Schluchten zu durchqueren. Diese Art der Fortbewegung erfordert eine große Geschicklichkeit. Früher benutzten die Guanchen, die kanarischen Ureinwohner die Hirtenlanze und heute ist daraus ein Volkssport entstanden.

Teneriffa - Hirte

Der Hirte einige Spiele vom Volkssport “Salto del Pastor” (Hirtensprung) – Foto: Mario Hübner

 

Unser junger Hirte setzte die Metallspitze (regatón) auf die tiefste Stelle im Gelände auf und zeigte uns wie man daran hinabgleitet. Beim Aufstieg wird der Stab auch aufgesetzt und der Hirte schwingt sich wie beim Hochstabsprung zu höhergelegene Stelle auf. Anschließend führte er noch einige Verrenkungen vor, die an den Limbo Tanz erinnern.

Teneriffa - Hirte

Der Hirte erklärt uns den Volkssport “Salto del Pastor” (Hirtensprung) – Foto: Mario Hübner

 

Nach dieser kurzweiligen, interessanten Begegnung ging es auf dem Wanderpfad immer weiter bergab, bis wir an die Abbruchkante der Hochebene gelangten. Wir waren jetzt noch auf einer Höhe von knapp 500 Metern über dem Meeresspiegel. Vor uns breitete sich der Atlantik aus. Uns Blicke streiften über eine Plantage und links unter uns sahen wir nicht weit entfernt das Kap Punta de Teno mit dem Teno Leuchtturm. Noch etwas über einer Stunde und wir würden Ihn erreichen.

Teneriffa - Blick hinab zur Kueste

Blick hinab zur Kueste – Foto: Mario Hübner

 

Steiler und wärmer wanderten wir jetzt hinab. Kein Windhauch war hier auf der Bergseite zu spüren. Unser Tagesziel der Teno Leuchtturm lag also schon in Sichtweite und wir waren in Vorfreude auf erfrischende Getränke und eine Dusche. Bald hatten wir die Plantage erreicht und folgten dem Wanderweg zur Steilküste. Das Wetter änderte sich und von Süden kamen jetzt viele Wolken und eine steife Brise setzte ein. Der Teno Leuchtturm (Faro de Teno) war bald erreicht, aber der Wetterumschwung lud nicht mehr zu einem erfrischenden Bad im Atlantik ein.

Teneriffa - Abstieg zu Kueste

Auf den letzten Metern des Abstiegs zur Küste – Foto: Mario Hübner

 

Wir beeilten uns und ein Transfer brachte uns zurück ins Hotel Meliá Hacienda del Conde. Kurze Zeit nach der Ankunft begann es stark zu regnen und die warme Luft kühlte sich angenehm ab. Der Tag endete langsam beim Abendessen und anschließend einem Glas Wein auf dem eigenen Balkon, während die Regentropfen weiter niederprasselten.

Teneriffa - Teno Leuchtturm

Der Teno Leuchtturm am Kap Punta de Teno – Foto: Mario Hübner

 

Hier könnt ihr lesen, was bei unserer Reise in Teneriffa noch geschah:

In Kürze…

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Tourentipps, Unterkünfte und sonstige interessante Orte:


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Reiseinfos:

Anreise:

Anreise mit dem Flugzeug: Von Deutschland erreicht man nach etwa 5 Stunden Flugzeit den Flughafen Teneriffa Süd (Airport Tenerife Sur) oder den Flughafen Teneriffa Nord (Airport Tenerife Norte). Anschließend nimmt man sich, je nach Vorlieb und Reiseplan, einen eigenen Mietwagen oder gelangt per Shuttlebus zu seinem Reiseziel auf Teneriffa

Beste Jahreszeit:
Zum Wandern, Biken und für alle anderen Outdooraktivitäten bietet sich Teneriffa das ganze Jahr an.

Die Recherche erfolgte mit freundlicher Unterstützung

von Turismo de Tenerife.

Text & Bilder: Mario Hübner

Schöne Bergtouren Team

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